Leben von

Neue Krebsmittel: Vernichtende Studie

Nur 13 % der neuen Medikamente verlängern Leben der Patienten um mehr als 3 Monate

Arzt hält zahlreiceh Medikamente in den Händen. © Bild: Thinkstock

Eine aktuelle, bislang unveröffentlichte Studie lässt staunen. Nur 13 Prozent aller in den letzten sechs Jahren auf den Markt gekommenen Krebsmedikamente haben eine lebensverlängernde Wirkung von mehr als drei Monaten. Das berichtet ServusTV unter Berufung auf eine Daten, die das Ludwig Boltzmann Institut for Health Technology Assessment erhoben.

Der Trend, der sich aus diesen Erkenntnissen ablesen lässt, ist klar: Medikamente überschwemmen den Markt, die Wirkung der Arzneien ist oft wenig bis null. Woran das liegt? Claudia Wild vom Boltzmann Institut glaubt es zu wissen: „Bei Krebsmedikamenten etwa ist die Hoffnung der Motor, wie auch Medikamente mit ganz kleinem Nutzen vermarktet werden können.“ Nachsatz: „Die Solidargemeinschaft muss sich den Kopf zerbrechen, wie sie mit derartigen Ergebnissen umgeht. Ob Medikamente auch mit nur geringem Nutzen Innovation genug sind.“

Fest steht: Die Pharmaindustrie erfreut sich zunehmend größerer Gewinne. Allein zwischen 2008 und 2014 wuchs der weltweite Umsatz von 712 auf 937 Milliarden US-Dollar. Heuer soll die Schallmauer von einer Billion durchbrochen werden. Kritiker werfen der Industrie Geschäftemacherei mit überteuerten Präparaten vor. Die Vertreter der Konzerne hingegen argumentieren mit dem enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand, ehe ihre Produkte Markttauglichkeit erlangen können. Aber natürlich sei auch die Wirtschaftlichkeit ein Faktor. „Unser vorrangiges Ziel ist es, wirksame Medikamente zu entwickeln, aber auf der anderen Seite sind wir auch unseren Aktionären verpflichtet“, sagt Robin Rumler, Geschäftsführer von Pfizer Austria und Präsident der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig). Ein weiterer zentraler Vorwurf lautet: Die Industrie versuche, die Ärzte zu beeinflussen und zu umgarnen (Einladung zu Kongressen etc.), damit diese die entsprechenden Produkte verschreiben. Pharmig-Präsident Robin Rumler: „Ich wäre froh, wenn ich wüsste, dass sich mein Hausarzt auf einem Kongress fortbildet.“ Und klarerweise müsse ein Pharmakonzern auch in Marketingmaßnahmen investieren. „ Schließlich müssen sich die Ärzte auch auskennen und über unsere Produkte Bescheid wissen, was Wirkung und Medikation betrifft.“

Programmtipp: ServusTV zeigt heute Abend, ab 21:15 Uhr, die Reportage über „Die Geschäfte der Pharmariesen“, danach einen Livetalk: „Die Ärzte im Visier der Pharmaindustrie“

Kommentare

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Diese gschissenen Grosskonzerne. Erst vergiften sie uns mit Chemie und Radioaktivität im Düngemittel Uran (bes. Rosendünger), im Waschpulver Uran, im Metall Pollonium, oder die Mineralien aus der Industrie, oder die ganzen Pestizide, und dann verarschen sie uns auch noch mit den Medikamenten. Die Angestellten von Tschernobyl und co. gehen auf Kokosnusstherapie. Und warum ist rauchen krebserregend?

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Die Staaten und Energiekonzerne vergiften uns tagtäglich, und keiner hinterfragt das mal. Wieso ist z.B. die Energiespaarlampe so super? Sind denn alle total bescheuert und hinterfragen nichts?

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