Grippewelle von

Grippe oder Erkältung?
Das sind die Symptome

Grippewelle - Grippe oder Erkältung?
Das sind die Symptome © Bild: shutterstock

Kennen Sie die Symptome der Grippe? In Österreich rollt gerade die Grippewelle an. Doch woher weiß ich, ob ich die echte Grippe oder einen grippalen Infekt habe? Wie Sie den Unterschied erkennen und warum er nicht egal ist.

Zum Thema: Darum sollten Sie sich gegen Grippe impfen lassen

Im Normalfall dauert eine Grippewelle acht bis zwölf Wochen an. Sehr oft ist Betroffenen gar nicht klar, ob sie sich tatsächlich mit dem aktuell kursierenden Grippe-Virus infiziert haben oder ob ihre Symptome "nur" auf eine Erkältung, also einen grippalen Infekt, zurückzuführen sind. Dabei lassen sich die Unterschiede eigentlich recht leicht feststellen.

Im Video: Hausmittel gegen Grippe

© Video: News.at/Wochit

Welche Viren sind im Spiel?

Zunächst die Basics: Es gibt vier Arten von Influenza-Viren: Typ A, B, C und D. Die saisonalen Grippewellen werden von jährlich wechselnden Subtypen der Arten A und B ausgelöst. Derzeit zirkulieren fast ausschließlich Influenza A Viren. In den am Zentrum für Virologie der MedUni Wien untersuchten Proben fanden sich bisher zu 71 Prozent A(H1N1)-Viren. Diese Viren waren es auch, die 2009/2010 eine Pandemie auslösten. Erkältungen hingegen, wegen der teilweise ähnlichen Symptome auch "grippaler Infekt" genannt, werden durch viele verschiedene Viren, nie aber durch Influenzaviren, ausgelöst. Meist handelt es sich um Rhinoviren. Die Symptome bei Erkältungen sind generell etwas schwächer als bei einer Grippe. Und sie kommen weniger plötzlich.

Ein amerikanischer Arzt hat daher scherzhaft folgenden Selbsttest kreiert:


Die Symptome

"Fühlen Sie sich, als wären Sie von einem Zug überfahren worden?", lautet die Frage an seine Patienten. Ist die Antwort darauf ja, ohne dass der Patient wirklich von einem Zug überfahren wurde, gibt es laut dem Arzt nur eine Antwort: die Grippe. Der Test spielt auf den extremen und plötzlich einsetzenden Energieverlust bei einer Grippe-Erkrankung an. Bei einer Erkältung hingegen beginnen die Beschwerden graduell, Fieber, Schüttelfrost oder Kopfweh kommen nur sehr selten vor, Schmerzen sind weniger stark. Der Husten bei einer Erkältung ist eher schleimig, während er bei einer Grippe meist trocken und schmerzend ist.

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Der Heilungsverlauf

Aber spielt es überhaupt eine Rolle, was genau man sich eingefangen hat? Durchaus! Denn obwohl die meisten Betroffenen auch eine Grippe einfach zuhause aussitzen können, indem sie viel schlafen und darauf achten, niemanden anzustecken, gilt das nicht für alle. Für Hochrisikogruppen wie Kinder, schwangere Frauen, Menschen über 65 Jahren und Personen mit chronischen Krankheiten kann eine Influenza-Erkrankung schwere Komplikationen nach sich ziehen. Jedes Jahr gibt es in Österreich über 1.000 Grippetote. Risikopersonen sollten daher, wenn sie von einer "echten" Grippe erwischt wurden, ärztliche Hilfe aufsuchen. Bei bloßen Erkältungen sind hingegen keine Komplikationen zu erwarten.