Grippewelle von

Grippe oder Erkältung?
Das sind die Unterschiede

Die aktuelle Grippewelle dauert weiter an. Aber wie weiß ich, ob ich betroffen bin?

Grippewelle - Grippe oder Erkältung?
Das sind die Unterschiede © Bild: shutterstock

Eine heftige Grippewelle sucht derzeit Österreich heim, und sie ist noch lange nicht vorbei. Doch nicht immer sind sich Menschen mit Krankheitssymptomen sicher, ob sie tatsächlich an der Grippe leiden, oder es sich "bloß" um eine Erkältung handelt. Wie Sie es erkennen und warum der Unterschied nicht egal ist.

Die aktuelle Grippewelle wird uns noch eine Weile begleiten. Seit Anfang Jänner sind bereits zehntausende Österreicher erkrankt. Da eine Welle aber im Normalfall acht bis zwölf Wochen andauert, müssen wir uns zumindest noch auf ein weiteres Monat mit vielen Krankenständen einstellen. Sehr oft ist Betroffenen aber gar nicht klar, ob sie sich wirklich mit dem aktuell kursierenden Grippe-Virus infiziert haben, oder ob ihre Symptome vielmehr auf eine Erkältung, also einen bloßen "grippalen Infekt", zurückzuführen sind. Dabei lassen sich die Unterschiede eigentlich recht leicht feststellen.

Welche Viren sind im Spiel?

Zunächst die Basics: Es gibt vier Arten von Influenza-Viren: Typ A, B, C und D. Die saisonalen Grippewellen werden von jährlich wechselnden Subtypen der Arten A und B ausgelöst. Heuer gehen zum Beispiel über 70 Prozent der in Österreich registrierten Grippe-Erkrankungen auf Influenza-B-Viren der sogenannten Yamagata-Linie zurück. Erkältungen hingegen, wegen der teilweise ähnlichen Symptome auch "grippaler Infekt" genannt, werden durch viele verschiedene Viren, nie aber durch Influenzaviren, ausgelöst. Meist handelt es sich um Rhinoviren. Die Symptome bei Erkältungen sind generell etwas schwächer als bei einer Grippe. Und sie kommen weniger plötzlich. Ein amerikanischer Arzt hat daher scherzhaft folgenden Selbsttest kreiert:

Symptome

"Fühlen Sie sich, als wären Sie von einem Zug überfahren worden?", lautet die Frage an seine Patienten. Ist die Antwort darauf ja, ohne dass der Patient wirklich von einem Zug überfahren wurde, gibt es laut dem Arzt nur eine Antwort: Die Grippe. Der Test spielt auf den extremen und plötzlich einsetzenden Energieverlust bei einer Grippe-Erkrankung an. Bei einer Erkältung hingegen beginnen die Beschwerden graduell, Fieber , Schüttelfrost oder Kopfweh kommen nur sehr selten vor, Schmerzen sind weniger stark. Der Husten bei einer Erkältung ist eher schleimig, während er bei einer Grippe meist trocken und schmerzend ist.

© News/Meridee Stein

Heilungsverlauf

Aber spielt es überhaupt eine Rolle, was genau man sich eingefangen hat? Durchaus. Denn obwohl die meisten Betroffenen auch eine Grippe einfach zuhause aussitzen können, indem sie viel schlafen und darauf achten, niemanden anzustecken, gilt das nicht für alle. Für Hochrisikogruppen wie Kinder, schwangere Frauen, Menschen über 65 Jahren und Personen mit chronischen Krankheiten kann eine Influenza-Erkrankung schwere Komplikationen nach sich ziehen. Jedes Jahr gibt es in Österreich über 1.000 Grippetote. Risikopersonen sollten daher, wenn sie von einer "echten" Grippe erwischt wurden, ärztliche Hilfe aufsuchen. Bei bloßen Erkältungen sind hingegen keine Komplikationen zu erwarten.