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Insgesamt plant Tesla heuer nach den Worten von Finanzchef Vaibhav Taneja Investitionen von mehr als 20 Milliarden Dollar (16,70 Mrd. Euro), das ist mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr. Wachstum werde in Zukunft von der Software zum autonomen Fahren kommen, sagte er. An der Börse kamen die Pläne gut an, die Aktien legten im nachbörslichen Handel 2,5 Prozent zu.
"Tesla geht in eine neue Phase in seiner Transition, in der das Unternehmen dazu bittet, ein neues Umsatzmodell (Autonomes Fahren und Dienstleistungen) abzunehmen, bevor das alte (Autoabsatz) sich stabilisiert hat", sagte Thomas Monteiro, Analyst bei Investing.com. "Das heißt, dass Daten zur Implementierung neuer Software und nicht mehr Fahrzeugauslieferungen der wichtigste Indikator werden."
Musk positioniert sein Unternehmen als KI-Größe, um die Börsenbewertung von ungefähr 1,5 Billionen Dollar zu rechtfertigen. Autonomes Fahren, humanoide Roboter, gesteuert von der KI Grok, sollen das Wachstum in Zukunft bringen. Noch in diesem Jahr werde der Robotaxi-Dienst in einem Viertel bis der Hälfte der USA verfügbar sein, versprach der Tesla-Chef. Allerdings ist er bereits in der Vergangenheit wiederholt mit allzu optimistischen Prognosen zum autonomen Fahren aufgefallen.
Das Kerngeschäft mit Elektroautos rückt dagegen bei Musk in den Hintergrund und wird zum Auslaufgeschäft. Schon 2025 ist der Absatz geschrumpft. Neben der zunehmenden Konkurrenz bei den Fahrzeugen spielt dabei auch das Auslaufen der Elektro-Förderung in den USA eine Rolle. Auch der Einsatz von Musk für die Regierung von US-Präsident Donald Trump zum Jahresbeginn 2025 hat einige Kunden nachhaltig verschreckt. Um den Verkauf anzukurbeln, setzt das Unternehmen auf Preissenkungen und günstigere Einstiegsmodelle.
Dennoch bleiben tiefe Spuren in der Bilanz. Der Umsatz schrumpfte 2025 erstmals in der Unternehmensgeschichte, mit 94,83 Milliarden Dollar lagen die Erlöse um drei Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Allein im Kerngeschäft mit Autos ging es um zehn Prozent abwärts. Der Nettogewinn sank sogar um gut ein Viertel auf knapp 5,8 Milliarden Dollar.
Die Produktion der beiden älteren Modelle S und X wird eingestellt, in dem Werk im kalifornischen Fremont solle stattdessen der humanoide Roboter Optimus gebaut werden, sagte Musk. Er gehe davon aus, dass langfristig das Cybercab das am meisten verkaufte Fahrzeug werde, sagte der Tesla-Chef. Zumindest zu Beginn ist allerdings noch nicht mit größeren Stückzahlen zu rechnen. Derzeit dürfen Autobauer maximal 2.500 Fahrzeuge pro Jahr bauen, die grundlegend von Designvorgaben abweichen. Das Cybercab soll weder über ein Lenkrad noch über Brems- und Gaspedal verfügen. Zwar hatte das US-Verkehrsministerium Änderungen an der Regel angekündigt, diese sind aber noch nicht in Kraft.






