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Die industrienahe Denkfabrik Agenda Austria fragt sich am heutigen Montag, ob ein "kollektiver Nervensummenbruch an der Zapfsäule" herrscht und spricht von "Verrenkungen" der Regierung im Zusammenhang mit der Spritpreisbremse. "Alles für ein paar Cent weniger an der Zapfsäule. Dabei sind die aktuellen Spritpreise zwar ärgerlich, aber kaufkraftbereinigt nicht gerade ein nationaler Notstand", so der Think Tank.
Selbst wenn man zu den aktuellen Preisen am Osterwochenende wieder 10 Cent aufschlagen würde, müsse ein Erwerbstätiger mit mittlerem Nettoverdienst für einen Liter Benzin rund sechs Minuten arbeiten; genau wie im Schnitt der vergangenen drei Jahrzehnte. "Selbst für Diesel muss man nicht länger arbeiten als im Jahr 2012", rechnet die Agenda Austria vor.
Sie fragt sich, "welche Asse die Regierung noch aus dem Ärmel ziehen will, wenn demnächst auch Gas und Strom wieder teurer werden". Die Regierung werde ihren finanziellen Spielraum noch brauchen, "um bedürftige Haushalte über den Winter 2026/27 zu bringen", warnt Agenda Austria-Ökonom Jan Kluge.





