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Derzeit ist die österreichische Gasreserve, die mit 20 Terawattstunden (TWh) rund einem Viertel des jährlichen Inlandsverbrauchs entspricht, bis 1. April 2027 vorgesehen. Ein vom Wirtschaftsministerium formulierter zweistufiger Plan sieht neben einem Beschluss im Hauptausschuss auch frühzeitige, langfristige Kapazitätsbuchungen vor, um die laufenden Kosten zu senken.
Diese Speicherkosten sind beträchtlich und stiegen zuletzt an. Laut Daten des Finanzministeriums beliefen sich die Kosten für die reine Speicherung der strategischen Reserve im Jahr 2022 auf 93,8 Mio. Euro, 2023 auf 101,3 Mio. Euro und 2024 auf 98,9 Mio. Euro. Im Jahr 2025 kletterten die Ausgaben auf 124,7 Mio. Euro. Dem Vernehmen nach wehrt sich der Wirtschaftsminister dagegen, diese Kosten für das bereits beschaffte Gas künftig weiterhin allein aus dem Budget seines Ressorts zu stemmen. Die Beschaffung der strategischen Gasreserve kostete 2022 rund 3,737 Milliarden Euro.
Hattmannsdorfer betonte die staatliche Verantwortung für die Vorsorge: "Wer Versorgungssicherheit ernst nimmt, muss heute die richtigen Entscheidungen für morgen treffen." Österreich gehöre mit seinem Absicherungsniveau zur europäischen Spitzengruppe. Gleichzeitig pocht der Minister auf eine stärkere Abstimmung auf EU-Ebene. Ein gemeinsames Vorgehen sei nötig, um Preisstabilität zu gewährleisten und ein gegenseitiges Abwerben von Speicherkapazitäten zwischen den Mitgliedsstaaten zu verhindern.
Der aktuelle Füllstand der Gasspeicher in Österreich liegt nach dem Winter bei 35,5 Prozent.






