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Iran-Krieg wirft auch Schatten auf Tourismus in Österreich

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Weniger Gäste aus Nah- und Fernost
©APA, GEORG HOCHMUTH, Themenbild
Der Krieg im Nahen Osten hinterlässt auch Spuren im heimischen Tourismus. Bei den arabischen Urlauberinnen und Urlaubern sowie bei Gästen aus Israel und Fernost ist es laut Österreichischer Hotelvereinigung (ÖHV) bereits zu ersten Stornos gekommen. Bei diesen Reisenden sind normalerweise vor allem Wien, Salzburg und auch Tirol beliebt - mit starken regionalen Unterschieden. Ein Hotspot für arabische Reisende ist beispielsweise Zell am See.

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"Die merken es natürlich überdurchschnittlich und dort wieder die 4- und 5-Sterne-Hotellerie - die hat es wirklich hart getroffen, die spüren es massiv", betonte ÖHV-Sprecher Martin Stanits im Gespräch mit der APA. Einzelne Häuser seien auf diese Herkunftsmärkte konzentriert.

In Summe buchten die arabischen und israelischen Gäste 2025 rund 2,6 Millionen Übernachtungen in Österreich. Das sind zwar zusammen nicht einmal 2 Prozent aller 153,7 Millionen hierzulande verzeichneten Nächtigungen in den Beherbergungsbetrieben. Doch die Konzentration auf Hotspots - lokal und regional bzw. sektoral (Top-Hotelkategorien) - sorgt dort zu einer deutlich stärkeren Belastung, zumal es sich auch um wohlhabende Gäste mit üblicherweise besonders hohen Ausgaben handelt.

Reisende aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien gehören mit durchschnittlichen Tagesausgaben (ohne An- und Abreise) von 531 Euro bzw. 491 Euro pro Person laut Tourismusmarketing-Organisation Österreich Werbung (ÖW) zu den ausgabenfreudigsten. Das gilt auch für Gäste aus China mit im Schnitt 492 Euro. Zum Vergleich: Urlauberinnen und Urlauber aus Österreich geben täglich 179 Euro aus.

Das Geschäft mit Reisenden aus Asien ist durch den Krieg Israels und der USA gegen den Iran ebenfalls beeinträchtigt. "Was wir noch merken, sind die Gäste aus Fernost - da haben wir rückläufige Zahlen", berichtete Stanits. Alle, die normalerweise über die Drehkreuze Dubai oder Doha fliegen, müssten nun längere Ausweichrouten zu höheren Preisen für ihre Städtetrips und Reisen in Europa buchen.

"Für den Sommer erwarten wir hier Rückgänge - teilweise merken wir es schon jetzt", bekräftigte der Branchensprecher. "Für aktuell und für die kommenden Wochen ist storniert worden."

Manche hätten auch bereits ihren Sommer-Aufenthalt gecancelt. "Einigen ist es zu unsicher, sie haben Angst, dass sie nicht wieder nach Hause kommen", erklärte Stanits. Wie viel an Absagen dazukommt, hängt auch von der Dauer des Nahostkonflikts ab.

Einige heimische Urlauberinnen und Urlauber änderten ihre Reisepläne ebenfalls. "Österreicher canceln teilweise ihre Fernreisen und weichen aus - das muss nicht Österreich sein, ist aber zum Teil Österreich - statt Dubai zu Ostern zum Beispiel Österreich", sagte der ÖHV-Sprecher.

Bei Flugreisen werde statt einer Langstrecke über Dubai oder Doha nach Japan, Australien oder Neuseeland eher die Mittelstrecke, etwa nach Spanien oder Italien, gewählt. In Summe gehe es dabei um "Zigtausende Leute".

Doch auch die steigenden Energiepreise und die zu erwartende höhere Inflation bereiten einigen Beherbergungsbetrieben Sorge. "Das wird die nächste Teuerungswelle, die ankommt", befürchtet Stanits. Die Sparsamkeit der Gäste dürfte weiter steigen.

(Von Birgit Kremser/APA)

++ ARCHIVBILD/THEMENBILD ++ ZU APA0051 VOM 20.8.2025 - Touristen vor dem Schloss Schönbrunn in Wien, aufgenommen am Montag, 15. Juli 2019. Die Bundeshauptstadt Wien wird den Eurovision Song Contest (ESC) 2026 austragen. (ARCHIVBILD VOM 15.7.2019)

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