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Der Prozess wurde aufgeteilt, schreibt unter anderem die öffentlich-rechtliche Canadian Broadcasting Corporation (CBC). Am Dienstag soll ein Strang in Toronto starten, die übrigen Vorwürfe sollen später im Jahr in Newmarket (Ontario) behandelt werden. Anders als ursprünglich geplant dürfte der Prozess nicht vor einer Jury, sondern nur vor einer Richterin stattfinden. "Ich denke, dass wir ohne Geschworene schneller und effizienter arbeiten können", erklärte Stronachs Anwältin Leora Shemesh gegenüber CBC.
Gerichtsdokumenten zufolge reichen die Anschuldigungen der versuchten Vergewaltigung bis ins Jahr 1977 zurück. Weitere Frauen werfen dem Milliardär Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe in den 1980er, 1990er- und frühen 2000er-Jahren vor. Einige Vorfälle ereigneten sich demnach in Toronto, weitere auch in der kanadischen Stadt Aurora, wo Stronachs ehemalige Firma Magna International ihren Hauptsitz hat. Auch im Frühjahr 2023 soll der Milliardär sexuelle Übergriffe gegenüber Frauen verübt haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Stronach, gebürtiger Steirer, hat in Nordamerika den Magna-Konzern aufgebaut, der vor allem in der Auto-Industrie reüssierte. In Österreich wurde der heute 93-Jährige durch sein Sport-Investment im Fußball und Pferdesport sowie als Gründer der kurzzeitig auch im Nationalrat vertretenen Partei Team Stronach einer breiten Öffentlichkeit bekannt.
