BIOGENA-Gründer Albert Schmidbauer
©BIOGENA/David WedenigBIOGENA-Gründer Albert Schmidbauer über den geplanten Börsegang, Community-Aktionär:innen und die Zukunft des Unternehmens.
News: Herr Schmidbauer, warum denken Sie gerade jetzt über einen Börsegang nach?
Albert Schmidbauer: Weil ich glaube, dass BIOGENA an einem Punkt angekommen ist, an dem wir den nächsten Entwicklungsschritt gehen können. Wir haben in den letzten 20 Jahren ein sehr stabiles Fundament aufgebaut – wirtschaftlich, kulturell und strategisch. Gleichzeitig stellt man sich als Gründer irgendwann die Frage: Wie schafft man es, dass ein Unternehmen langfristig unabhängig bleibt, seine Werte bewahrt und gleichzeitig weiter wachsen kann? Für mich liegt die Antwort in einer stärkeren Öffnung Richtung Community.
Sie sprechen bewusst von „Community“ und nicht nur von Investor:innen. Warum?
Weil BIOGENA aus meiner Sicht nie ein rein klassisches Unternehmen war. Wir haben eine unglaublich starke Community aus Kund:innen, Mediziner:innen, Therapeut:innen, Partner:innen und Mitarbeiter:innen aufgebaut. Viele Menschen identifizieren sich sehr stark mit unseren Werten und unserer Philosophie. Genau deshalb finde ich die Vorstellung faszinierend, dass Kund:innen gleichzeitig Aktionär:innen sein können. Dass Menschen, die unsere Produkte täglich nutzen, auch Miteigentümer:innen des Unternehmens werden können.
Das klingt fast ein wenig nach einer Gegenbewegung zum klassischen Kapitalmarkt.
Teilweise vielleicht schon. Ich glaube, viele Menschen sehnen sich wieder stärker nach Unternehmen mit Haltung und langfristigem Denken. BIOGENA wurde nie mit der Idee aufgebaut, möglichst schnell zu verkaufen oder kurzfristige Gewinne zu maximieren. Unser People-Planet-Profit-Modell war immer auf langfristige Entwicklung ausgelegt. Deshalb passt eine Community-orientierte Eigentümer:innenstruktur aus meiner Sicht sehr gut zu uns.
Konkret planen Sie zunächst eine außerbörsliche Kapitalerhöhung?
Ja. Wir planen in Kürze eine außerbörsliche Kapitalerhöhung der Biogena Good Vibes AG, also der obersten Holding der Biogena Group. Dabei möchten wir bewusst nicht nur institutionelle Investor:innen ansprechen, sondern insbesondere unsere Community – Kund:innen, Partner:innen, Mitarbeiter:innen und Menschen, die an unsere Vision glauben.
Und danach soll der Gang an die Wiener Börse folgen?
Wir planen im Anschluss ein Listing im MTF-Segment „direct market plus“ der Wiener Börse. Das sehen wir als einen sehr passenden ersten Schritt in den Kapitalmarkt. Wichtig ist mir dabei: Wir wollen nicht einfach Kapital aufnehmen. Wir wollen langfristig stabile Strukturen schaffen, Transparenz erhöhen und die Basis für nachhaltiges Wachstum legen.






