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Fakten zur Donau seien ein "ideales Zoom-Thema", so ZOOM-Direktorin Andrea Zsutty bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Denn die Donau berühre als Freizeit- und Erholungsraum die "Alltagswelt der Kinder". Außerdem gibt es bei der neuen Ausstellung eine Kooperation mit Wien Museum, das am 26. März eine Schau zur Donauinsel eröffnen will. Angesichts einer Periode von Einsparungen seien solche Vernetzungen wesentlich für "zeitgemäße und nachhaltige Kulturarbeit".
Die blaue Donau ist nicht nur österreichisches Kulturgut. Als Europas zweitlängster Strom fließt sie immerhin durch zehn Länder, in denen sie für ein vielschichtiges Ökosystem sowie wesentliche Transport- und Handelsrouten sorgt, aber auch zur Energieversorgung beiträgt. In der Ausstellung soll solches Basiswissen vermittelt werden, aber auch Fakten zu Aspekten wie Wasserkraft und Hochwasserschutz.
Dabei sind die rund 90-minütigen Führungen in den spielplatzartigen Räumlichkeiten klar darauf ausgelegt, Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren selbst Hand anlegen zu lassen. An mehreren Stationen ist es möglich, digitale Schleusen zu bedienen oder virtuelle Flussboote zu lenken. Haptisch lassen sich wiederum Europakarten oder Hochwasserschutzanlagen aus Styropor basteln. Daneben gibt es auch Fischkostüme zum Anprobieren.
Es handelt sich aber um keinen Wasserspielplatz - das H2O zeigt sich überwiegend digital oder als Filmprojektion. Mehr Wasser hätte man sich zwar gewünscht, aber mit Kindern sei das "etwas schwierig", so die ZOOM-Direktorin. Als Ausgleich gibt es im finalen Raum ein großes Wasserlabor, in dem Teilnehmer Flüsse in Miniaturform in Kies schaufeln können.
Hinter der kindgerechten Aufmachung stecke allerdings die Arbeit von Künstlern und Expertise aus der Wissenschaft, erklärt die ZOOM-Direktorin. "Für uns war besonders die Vorbereitung mit unseren vier Ausstellungspartnern wichtig. Da sind ganz viele Experten gekommen. Wir haben ein universitäres Netzwerk, wir haben Experten aus der Praxis, wir haben auch mit der Boku (Universität für Bodenkultur Wien, Anm.) viel gearbeitet." Deswegen brauche es für solche Ausstellungen "immer eine lange Vorbereitung", erklärte wiederum Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ). Fast zwei Jahre sei "Donaurauschen & Flussgeflüster" in Entwicklung gewesen. Die Stadträtin sieht es dabei als wesentlich, "Wissenschaft und Bildung miteinander zu denken und die Kunst dies überformen zu lassen".
Seit inzwischen 25 Jahren beherbergt das Museumsquartier die ZOOM-Räumlichkeiten in Wien-Mariahilf. Für Bildungsstadträtin Bettina Emmerling (NEOS) sei das Kindermuseum jedenfalls ein "unverzichtbarer Teil" der Bildungslandschaft. Als Partner der Wiener Bildungschancen bietet es zugleich kostenlose Führungen für Schulen. "Und wir sehen, dass dieses Angebot angenommen wird", so die NEOS-Stadträtin. Im letzten Jahr sei die Zahl der teilnehmenden Schulklassen um 18 Prozent gestiegen.
(S E R V I C E - "Donaurauschen & Flussgeflüster" im ZOOM Kindermuseum von 11.3.2026 bis Juni 2027 - www.kindermuseum.at )
ZU APA0060 VOM 16.4.2023 - Das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) könnte von der Neuen Burg am Heldenplatz in das wenige hundert Meter entfernte Museumsquartier (MQ) wechseln. Diese Variante wird derzeit nach Informationen der APA ernsthaft geprüft. In Erwägung gezogen wird ein großzügiger Ausbau des Dachbodens im Bereich von Hof 2 (Bild) , in dem das ZOOM Kindermuseum, der Dschungel Wien und das Tanzquartier untergebracht sind. Derzeit ist das Denkmalamt am Zug, das noch kein Grünes Licht gegeben hat.
