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Jährlich sorgten die Folgen der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Europa für 600.000 Todesfälle, dazu kämen 60.000 Hitzetote. "Es wird Zeit, dass wir erkennen, dass wir es mit einem medizinischen Notfall zu tun haben."
Der Bericht, über den zunächst der "Spiegel" berichtete, sollte am Sonntagnachmittag der WHO übergeben werden. Diese hält am Montag ihre jährliche Weltgesundheitsversammlung ab.
Die Experten rufen die WHO unter anderem auf, einen Klima-Informations-Hub mit Faktenchecks und seriösen Prognosen auf wissenschaftlicher Basis bereitzustellen. Regierungen werden aufgefordert, die Klimakrise in ihrer nationalen Sicherheits- und Gesundheitspolitik zu verankern. Beschäftigte in Gesundheitsberufen müssten zudem besser im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimaanpassung ausgebildet und Regionen besser bei der Transformation unterstützt werden.
Die WHO hat den Ausschuss im vergangenen Jahr angesichts der steigenden Gesundheitsrisiken ins Leben gerufen, die vom Klimawandel ausgehen. Die sogenannte Pan-European Commission on Climate and Health (PECCH) sollte erschwingliche und praktikable Empfehlungen für den Gesundheitssektor vorlegen. Dazu gehören etwa Frühwarnsysteme für Hitzewellen. Leiterin ist die ehemalige isländische Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir.
++ THEMENBILD ++ ZU APA0204 VOM 7.5.2026 - Illustration zum Thema "Trockenheit / Klima / Wetter / Dürre / Umwelt". Im Bild: Blick auf den Hinteren Gosausee mit niedrigem Wasserstand, aufgenommen am Montag, 4. Mai 2026. Österreich hat heuer die trockenste März-April-Periode seit Beginn der Messungen im Jahr 1858 verzeichnet.






