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Harvard hatte die Regierung im April verklagt, um eingefrorene Bundeszuschüsse in Höhe von mehr als zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) zu erhalten. Trump begründet die Kürzungen mit pro-palästinensischen Demonstrationen auf dem Campus seit Beginn des Gaza-Krieges am 7. Oktober 2023. Harvard hatte sich überdies geweigert, Regierungsforderungen wie der Streichung von Diversitätsprogrammen und der Durchleuchtung seiner Studentinnen und Studenten nachzukommen.
Kurz vor Trumps Bekanntgabe hatte die "New York Times" berichtet, die US-Regierung habe in den laufenden Vergleichsverhandlungen mit der Hochschule ihre Forderung nach einer Zahlung von 200 Millionen Dollar fallen gelassen. Im September vergangenen Jahres hatte Trump erklärt, die Regierung stehe kurz davor, einen Vergleich über 500 Millionen Dollar mit Harvard zu erzielen. Teil dieser Vereinbarung wäre die Eröffnung von Berufsschulen gewesen.
Trump griff den Vorschlag der Eröffnung von Berufsschulen nun wieder auf: Harvards Konzept dazu sei "völlig unzureichend" gewesen und wäre "nicht erfolgreich gewesen", erklärte der US-Präsident. Es sei lediglich ein Weg für Harvard gewesen, sich aus der Zahlung von 500 Millionen Dollar "herauszuwinden". Diese Summe müsse "angesichts der schwerwiegenden und abscheulichen Rechtsverstöße, die sie begangen haben, eigentlich viel höher ausfallen", fügte Trump hinzu, ohne auszuführen, gegen welche Gesetze Harvard angeblich verstoßen habe.
Trump geht seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr gegen eine Reihe von Universitäten vor, die nach seiner Ansicht eine linksgerichtete Politik verfolgen. Dabei setzt er die Beschränkung von Bundesmitteln als Instrument ein. Mehrere Hochschulen wehren sich dagegen mit juristischen Mitteln. Einige Universitäten, darunter die Columbia University, beugten sich jedoch dem Druck der US-Regierung.





