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Das neue Gedenkstipendium knüpft an die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Graz und Montclair an und soll Studierenden die Möglichkeit geben, internationale Erfahrungen zu sammeln und interkulturellen Austausch aktiv zu leben. Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ) unterstrich die Wirkung, die Dorit Wiener auf ihr Umfeld hatte. Sie sei eine besondere Frau gewesen: "Das haben wir von vielen Seiten in den vergangenen Monaten gehört. Sie konnte vielen Menschen etwas mitgeben. Und da sie selbst ein Auslandsjahr in Montclair absolviert hat, wird dieses Gedenkstipendium ganz sicher inhaltlich in ihrem Interesse sein."
Mit der Unterzeichnung des Dorit-Wiener-Gedenkstipendiums setzen die Stadt Graz und die Universität Graz ein Zeichen der Erinnerung und der Zukunftsperspektive. Peter Riedler, Rektor der Universität Graz, sagte: "Wir eröffnen unseren Studierenden die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, Horizonte zu erweitern und den Gedanken von Menschlichkeit, Bildung und Austausch weiterzutragen. Zugleich baut dieses Stipendium auf dem langjährigen Forschungs- und Studierendenaustausch mit Montclair auf und stärkt eine Partnerschaft, die für Offenheit und Verständigung über die Grenzen Europas hinaussteht."
Für die Familie Wiener sei das Stipendium ein bedeutender Schritt, der die Erinnerung an Dorit Wiener mit einem positiven Ausblick verbinde. Ihr Ehemann Dietmar Wiener meinte: "Es fällt mir immer noch schwer, daran zu denken. Aber zumindest ist es heute ein angenehmer Anlass zurückzudenken und eine Anerkennung für Dorits Arbeit." Ihr Sohn Peter ergänzte: "Wir haben die USA natürlich auch bereits besucht. Es war meiner Mutter immer ein Anliegen, dass wir unseren Horizont erweitern und etwas von der Welt sehen. Darum ist der interkulturelle Austausch, der zentraler Bestandteil dieses Stipendiums ist, auch besonders wichtig. Durch diese Möglichkeit soll jemand weltoffener werden und einen Input für das restliche Leben mitnehmen."
Beim Amoklauf eines 21-jährigen ehemaligen Schülers am 10. Juni 2025 im BORG Dreierschützengasse in Graz sind neun Jugendliche und die Lehrerin vom Täter erschossen worden, weitere Schülerinnen und Schüler wurden teilweise sehr schwer verletzt. Der Ex-Schüler beging kurz nach den Schüssen Suizid.






