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Neues CO2- und Energiebilanz-Tool im Burgenland

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Klimaziele werden jährlich überprüft
©APA, dpa, Bernd Weißbrod
Die Forschung Burgenland hat im Auftrag des Landes ein neues CO2- und Energiebilanz-Tool entwickelt, das zur jährlichen Überprüfung der Klimaziele herangezogen werden soll. Es stellt dar, wie sich Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch und -erzeugung entwickeln, erläuterte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) am Montag. Bei den Emissionen zeige es für 2024 mit 1,55 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent den niedrigsten Wert seit 1990.

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Mit dem Tool könne das Land die Maßnahmen auf dem Weg zur bilanziellen Klimaneutralität bis 2030 und zur vollständigen Klimaneutralität bis 2040 hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüfen und bewerten. Das sei auch als Ziel im Klimaschutzgesetz festgelegt. "Jedes Jahr haben wir die Entwicklungen klar im Blick und können entscheiden, ob wir da und dort noch am Rädchen drehen müssen", meinte Haider-Wallner. Auch für die Bevölkerung werde damit transparent sichtbar, "was an Klimaschutzarbeit jetzt schon im Burgenland passiert ist".

Die Ergebnisse, die auf den Zahlen des Umweltbundesamtes und der Bundesländerberichte basieren, zeigen laut Projektleiter Marcus Hofmann, dass die Emissionen bei gleichbleibendem Energieverbrauch sinken und die Erzeugung von erneuerbarer Energie steigt. Die Treibhausgasemissionen seien 2024 im Vergleich zum Jahr davor um 5,1 Prozent gesunken und im Vergleich zu 1990 um 20 Prozent, hielt er fest. Den größten Anteil am Ausstoß habe mit 52 Prozent nach wie vor der Verkehr, mit deutlichem Abstand folgen Landwirtschaft (16 Prozent) und Gebäude (13 Prozent).

Bei den Gebäuden zeige sich ein besonders positiver Trend, der auf den Umstieg von fossilen Heizungsanlagen zu erneuerbaren Energieträgern zurückzuführen sei, erläuterte Hofmann. Bei der Energieerzeugung falle vor allem die Photovoltaik-Leistung auf, die sich im Vergleich zu 2019 nahezu verzehnfacht habe. Insgesamt zeige das: "Das Burgenland befindet sich in einem Transformationsprozess", hielt der Projektleiter fest.

Derzeit läuft auch die Überarbeitung der Klimastrategie, die Ende 2027 beschlossen werden soll. Die Forschung Burgenland begleite diesen Prozess und generell den Weg zur Klimaneutralität mit einigen Forschungsprojekten, betonte Geschäftsführer Marcus Keding. Er sei überzeugt: "Die Richtung stimmt."

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