Eine seltene Singvogelspezies besteht eigentlich aus zwei noch selteneren: Das konnte ein internationales Team mit Beteiligung der Universität Wien kürzlich im Fachjournal "PNAS Nexus" zeigen. Der schon bekannte Ijima-Laubsänger ist demnach nur auf den japanischen Izu-Inseln, nicht auf den rund 1.000 Kilometer entfernten Tokara-Inseln heimisch. Dort leben die zwar zum Verwechseln ähnlich aussehenden, aber laut DNA-Analysen unterschiedlichen Tokara-Laubsänger. Auch die Gesänge der beiden klingen verschieden.
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In der aktuellen Biodiversitätskrise sei es entscheidend, übersehene Arten zu identifizieren, um sie schützen zu können, heißt es in der Studie. Die beiden Vogelarten haben sehr kleine Populationen. Zudem stellten die Forschenden nur geringe genetische Diversität fest, was sie etwa für zukünftige Epidemien, Veränderungen ihres Habitats oder invasive Spezies anfällig macht. Man plädiert dafür, die neue Art, wie schon den Ijima-Laubsänger, offiziell als "gefährdet" einzustufen und dementsprechend zu schützen.
(S E R V I C E - Link zur Studie: https://go.apa.at/ITNheuHH )
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Per Alström/Uppsala University






