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Erster Eindruck: chic. Grün-golden glänzender Alurahmen, eine Rückseite in Leinenstoffhaptik, spannende Farbe. Martini Olive heißt der Pantone-Farbton irgendwo zwischen Olivgrün und Sandfarben. Und dünn ist es. Knapp 8 Millimeter misst es mit Ausnahme des Kamerabuckels, 186 Gramm stehen auf der Waage. Die griffige Rückseite sorgt dafür, dass das an allen Seiten abgerundete Gerät fest in der Hand liegt.
Insgesamt ist das Signature ein angenehmer Kontrast zu den Mitbewerbern, die sich in Form und Aufmachung momentan recht ähneln. Der edle Look täuscht ein wenig darüber hinweg, dass das Signature auch einiges einstecken kann. Es ist gegen Staub, Schmutz und Wasser geschützt - man kann es einfach abwaschen, ohne dass die Hardware im Inneren leidet.
Als Erstes fällt das Display auf. Das 6,8-Zoll-OLED ist nahezu randlos und geht mit einem runden Schwung in den Rahmen über. Schärfe, Auflösung und Helligkeit sind auf Höhe der Zeit, auch bei Sonnenschein lässt es sich gut ablesen. Die Bildwiederholrate wird intelligent geregelt bei bis zu 120 Hertz - im Spiele-Modus sind bis zu 165 Hertz möglich.
Richtig spannend wird es bei der Kamera. Ihre vier goldenen Ringe auf der Rückseite beinhalten:
- Die Hauptkamera mit 50 Megapixeln (MP) Auflösung.
- Die Ultraweitwinkelkamera mit 50 MP Auflösung.
- Die Telekamera mit 50 MP Auflösung, 3x optischem Zoom und bis zu 100x Digitalzoom.
- Den Blitz.
Das Kameratrio vollbringt, wo Motorola bisher manchmal noch der Konkurrenz gefühlt hinterherlief. Schnell geschossene detailreiche und scharfe Fotos mit flotter, aber nicht zu starker Nachbearbeitung.
Besonders in hohen Zoomstufen hilft die KI im Nachgang ordentlich nach und füllt fehlende Details in den Bildern auf. Das klappt bis zum 30-fachen Zoom ganz gut, besser als beim Vergleichs-Samsung oder -Pixel. Wer weiter zoomt, muss die Hände höllisch still halten, damit Details nicht verrauschen, aber auch dann sind noch ansehnliche Bilder möglich. Wenn man sich damit abfindet, dass etliche Details von der KI nach Maschinen-Erfahrungswerten digital dazu gemalt wurden.
Bei Chip und Speicher ist aktuelle Oberklassetechnik verbaut: Qualcomms Snapdragon 8 der 5. Generation mit 16 Gigabyte (GB) DDR5X-Speicher und 512 GB Speicher.
Der Akku bringt das Signature über den Tag und lädt mit maximal 90 Watt - bauartbedingt erreicht er aber nicht die Ausdauer eines Samsung S25 Ultra. Schöner Nebeneffekt: Die Spule zum drahtlosen Aufladen kann auch kleine Geräte wie Ohrstöpselkästchen wieder aufladen, wenn man sie auf die Rückseite legt.
War bei Motorola früher reines Stock-Android angesagt, gibt es nun einige eigene optische Akzente. Android 16 ist ab Werk installiert und soll mit Funktions- und Sicherheitsupdates bis mindestens Sommer 2032 aktuell gehalten werden. Damit übererfüllt Motorola aktuelle EU-Richtlinien - allerdings gibt es weiterhin günstigere Geräte im Portfolio des Herstellers, die kürzer mit frischer Software versorgt werden.
Die Android-Oberfläche kann auf Wunsch um etliche KI-Funktionen erweitert werden. Das beginnt mit einer Nutzungsanalyse für App-Vorschläge und geht weiter mit Googles KI-Suche Circle to Search für Dinge auf dem Bildschirm. Links am Signature gibt es einen KI-Knopf zum Start des Assistenten. Der nimmt Kommandos per Sprache oder Schrift entgegen. Ebenfalls an Bord: die KI-Dienste Perplexity und Google Gemini für weitere Anwendungen. Nicht so schön: Für die Moto AI muss ein Motorola-Konto angelegt werden.
Es gibt viele gute Smartphones in der Oberklasse. Das Motorola Signature ist ein weiteres solides Mitglied in diesem Club. Leistung, Kamera und Display sind absolut konkurrenzfähig. Durch sein elegantes Design, die schlanke Form und den verhältnismäßig niedrigen Preis setzt es sich aber deutlich von vielen teureren oder kantigeren Mitbewerbern ab. Motorolas neuer Stil ist eine schöne Alternative für Menschen, die es gerne verspielt elegant haben.
Wer das Design mag, aber nicht das Budget hat, findet mit dem Edge 70 oder dem neu vorgestellten Edge 70 Fusion ähnliche gestaltete Smartphones mit etwas bescheidenerer Technik in der 400- bis 500-Euro-Klasse.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Nico Tapia/Nico Tapia
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BERLIN - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 12.3.2026) - FOTO: APA/APA/dpa/gms/Till Simon Nagel/Till Simon Nagel
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