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Schumann wird zudem ersucht, von jener Arbeitsgruppe im Bund, die sich bereits jetzt mit der Evaluierung und potenziellen Weiterentwicklung der Basisausbildung nach Studienende befasst, einen Bericht zum "gegenwärtigen Arbeitsfortschritt einzuholen". Handlungsbedarf sehen sie auch bei der fächerübergreifenden Ausbildung. Diese sei mit der Basisausbildung (diese hat die frühere Turnusausbildung ersetzt) deutlich eingeschränkt, was die Anrechenbarkeit betrifft.
Im Büro von Oberösterreichs Christine Haberlander verweist man auch auf regionale Unterschiede bei den Wartezeiten für einen Basisausbildungsplatz: Oberösterreich liegt demnach mit 4,9 Monaten unter dem Österreich-Schnitt (6,3 Monate). Am schnellsten verfügbar sind Plätze in Niederösterreich (4,6 Monate), am längsten warten heißt es in Vorarlberg (8 Monate).
Seitens der Grünen betonte Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner, dass eine monatelange Wartezeit schlicht nicht akzeptabel sei. "Es braucht jetzt konkrete Maßnahmen und da kommen die Länder nicht aus ihrer Verantwortung heraus. Diese liegt nicht nur beim Bund, sondern ganz klar auch bei den Ländern und den Spitalsträgern. Sie müssen ausreichend Ausbildungsplätze nicht nur am Papier schaffen, sondern sicherstellen, dass diese auch tatsächlich vorhanden und finanziert sind", erklärte er in einer schriftlichen Stellungnahme.
In jüngerer Vergangenheit hat es immer wieder Kritik an der Basisausbildung gegeben. So forderten die Medizinuni-Rektoren im Vorjahr eine Neuordnung und erinnerten an das Klinisch-Praktische Jahr (KPJ), das bereits im letzten Studienjahr des Medizinstudiums ebenfalls eine Einführung in die Praxis bieten soll. Seitens der Ärztekammer wurde Freiwilligkeit gefordert. Der frühere Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) sprach sich für die Abschaffung aus.






