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Hunde verändern die Luft in Wohnungen deutlich

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++ ARCHIVBILD ++ Hunde beeinflussen laut Forschern die Luftqualität
©APA, dpa, Nicolas Armer
Hunde beeinflussen die Luftqualität in Wohnungen. Eine neue Studie aus dem Schweizer Lausanne hat erstmals gemessen, was die Vierbeiner an Gasen, Partikeln und Mikroben in Innenräume bringen. Die Forschenden sehen in den Ergebnissen eine Grundlage für realistischere Modelle zur Innenraumluft, berichtete die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPFL) am Montag. Der Einfluss von Menschen auf die Luft sei gut erforscht, jener von Haustieren bisher kaum.

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Ein großer Hund stößt laut der Studie im Ruhezustand etwa gleich viel CO2 aus wie ein erwachsener Mensch. Auch die Menge des abgegebenen Ammoniaks ist vergleichbar. Dieses Gas entsteht beim Abbau von Proteinen und wird über Haut und Atemluft freigesetzt.

Den größten Einfluss hatten Hunde den Angaben zufolge aber bei Partikeln in der Luft. Durch Schütteln, Kratzen oder Streicheln wirbeln sie große Mengen an Staub, Pollen, Pflanzenresten und Mikroben auf. Große Hunde geben dabei zwei- bis viermal mehr Mikroorganismen ab als ein Mensch im selben Raum.

Die Tiere fungieren als mobile "Träger", die biologisches Material von außen nach innen transportieren und durch ihre Aktivitäten im Raum verteilen. Diese erhöhte Vielfalt an Partikeln im Innenraum sei aber nicht zwingend negativ, so die Forschenden. Einige Studien deuteten darauf hin, dass der Kontakt mit verschiedenen Mikroben die Entwicklung des Immunsystems, insbesondere bei Kindern, fördern könne.

Ein weiterer Aspekt betrifft chemische Reaktionen in Innenräumen. Ozon, das von außen in Wohnungen gelangt, reagiert dort mit Hautfetten und bildet neue Stoffe wie Aldehyde oder Ketone. Beim Menschen spielt dabei unter anderem Squalen eine Rolle, ein Bestandteil des Hauttalgs. Hunde produzieren selbst kein Squalen. Doch beim Streicheln übertragen Menschen Hautrückstände auf das Fell der Tiere. Diese Rückstände reagieren anschließend ebenfalls mit Ozon. Im Schnitt bildeten Hunde dabei allerdings rund 40 Prozent weniger Ozon-Reaktionsprodukte als Menschen.

Für die Messungen nutzte das Team eine kontrollierte Umweltkammer der EPFL in Freiburg. Untersucht wurden zwei Gruppen von Hunden: eine mit drei großen Hunden (einem Mastiff, einer Tibetdogge und einem Neufundländer) und eine mit vier kleinen Hunden (Chihuahuas). Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Environmental Science & Technology" veröffentlicht.

ARCHIV - 09.10.2017, Bayern, Ebing: Die Beagle-Mischlings-Hündin "Franky" liegt am 10.10.2017 entspannt in ihrem flauschigen Bett in Ebing (Bayern). (zu dpa: «Knapp jedes Dritte Haustier darf im Bett schlafen») Foto: Nicolas Armer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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