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Die separaten Deutschförderklassen und -gruppen für die zuletzt knapp 50.000 außerordentlichen Schülerinnen und Schüler wurden 2018/19 von Schwarz-Blau eingeführt. Seither müssen Schulanfänger und Quereinsteiger aus dem Ausland, die laut dem Zuteilungstest MIKA-D Probleme mit der Unterrichtssprache haben, bis zu zwei Jahre lang maximal 20 Stunden pro Woche in eigenen Klassen oder Gruppen in Deutsch gefördert werden. Nur Fächer wie Werken, Musik oder Turnen verbringen sie mit ihrer Stammklasse.
Kritik daran kam sowohl aus den Schulen als auch aus der Wissenschaft. Tenor: Die Pflicht zum Unterricht in separaten Klassen ab acht außerordentlichen Schülern am Standort führe zu Ausgrenzung, verbessere das Deutschlernen nicht und sei an Schulen mit vielen nicht-deutschsprachigen Kindern pädagogisch unsinnig. Die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS justierte daher nach - die Schulen können von den separaten Klassen bzw. -gruppen abgehen, wenn sie dafür geeignete Konzepte erarbeiten. .
Standorte, die ab dem kommenden Schuljahr die Deutschförderung wieder nach ihren eigenen Vorstellungen organisieren wollen, mussten dem Ministerium bis Mitte April daher ein Sprachförderkonzept vorlegen. Das haben 665 Schulen getan, teilte das Ministerium mit. Das entspricht einem Anteil von rund 52 Prozent der insgesamt 1.267 Pflichtschulen mit mindestens acht außerordentlichen Schülerinnen oder Schülern.
In diese Einrichtungen gehen 23.342 Kinder mit entsprechendem Sprachförderbedarf. Das sind rund 56 Prozent der 41.322 außerordentlichen Schülerinnen und Schüler in Pflichtschulen mit mindestens acht "Außerordentlichen" am Standort.





