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Mistral wurde 2023 gegründet, gilt als Europas Gegenspieler zu etwa OpenAI sowie Google und wird derzeit auf einen Unternehmenswert von 12 Mrd. Euro geschätzt. Es ist in Europa führend im Bereich Großer Sprachmodelle (LLM), bietet seine Produkte auch Open Source an und hat bereits mehrere Rechenzentren in Europa gebaut. Das erst 2024 gegründete Emmi AI habe eine einzigartige Expertise an der Schnittstelle von KI und Physik aufgebaut. Mit der Akquise stärke man die Position als führender Transformationspartner für Industrieunternehmen, hieß es in einer Presseaussendung am Dienstag.
"Mistral hat beschlossen, mutig zu sein und die Führung auf einem neuen Markt zu übernehmen", so Brandstetter, der Vice President AI for Science wird und die Forschungsaktivitäten des Unternehmens im Bereich KI für Industrietechnik und Grundlagenforschung leitet. Fertigung und Industrietechnik sind die nächste große Herausforderung im KI-Wettlauf. Es geht darum, die Einführung KI-basierter Entwicklungsabläufe zu beschleunigen, vor allem mit der Expertise von Emmi AI in Physics AI, wo in KI-Modellen physikalische Prozesse wie Strömungen, Temperaturentwicklungen oder Materialverformungen simuliert werden. "Gemeinsam verfügen wir über die grundlegenden Fähigkeiten, um die nächste Generation von Flugzeugen, Fahrzeugen und Halbleitern zu entwerfen und zu bauen", blickte Brandstetter in die Zukunft.
Linz wird neben Paris, London, Amsterdam, München, San Francisco und Singapur zu einem offiziellen Mistral-Standort und soll von 30 auf 50 Leute ausgebaut werden, so Brandstetter. Seine Emmi-AI-Mitgründer Dennis Just und Miks Mikelson werden kundenorientiert tätig sein. Brandstetter promovierte nach dem Physikstudium in Wien in Hochenergiephysik am CERN, arbeitete an der JKU und der Universität Amsterdam mit seinen Mentoren Sepp Hochreiter und Max Welling. Ersterer lotste ihn 2023 von Microsoft Research in Amsterdam an die JKU zurück. 2024 wurde Emmi AI gegründet, 2025 erhielt es mit 15 Mio. Euro eine der größten Start-up-Finanzierungen Österreichs.
"Diese strategische Erweiterung zementiert Mistrals Führerschaft in der industriellen KI und positioniert uns als Wunschpartner für Hersteller in Hochrisikosektoren wie Luftfahrt, Automotive und Halbleiter", sagte Mistral-AI-Mitgründer und CEO Arthur Mensch. "Dieser Kauf markiert einen Wendepunkt für Industrieinnovation. Wir ermöglichen es unseren Kunden die gewaltigsten technischen Probleme zu lösen", betonte Mistral-AI-Mitgründer Guilaume Lample.






