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Forscher erzeugten Großzügigkeit mit elektrischen Impulsen

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Stimulation von Frontal- und Parietallappen zeigte Wirkung
©SAM YEH, AFP, APA
Ein leichter elektrischer Impuls kann weniger egoistisch machen. Ein Forschungsteam aus China und der Schweiz hat gezeigt, dass sich großzügiges Verhalten gezielt beeinflussen lässt, indem zwei Hirnregionen elektrisch synchronisiert werden. Für die in "PLOS Biology" veröffentlichte Studie ließen die Forschenden der Universität Zürich und der Universität Ostchina 44 Personen ein ökonomisches Entscheidungsspiel spielen. Dabei mussten sie wiederholt Geldbeträge aufteilen.

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Währenddessen stimulierten die Forschenden das Gehirn der Teilnehmenden mit schwachem Wechselstrom, der über Elektroden auf der Kopfhaut in den Frontal- und Parietallappen geleitet wurde. Ziel davon war es, die Hirnzellen in diesen Bereichen zu synchronen Schwingungen anzuregen. Frühere Studien hatten nahegelegt, dass diese beiden Hirnareale bei altruistischen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen: Die frontale Region verarbeitet die Interessen anderer, während die parietale Region für die Abwägung und finale Entscheidungsfindung zuständig ist.

Tatsächlich zeigte sich: Unter der Stimulation entschieden sich die Teilnehmenden häufiger für die großzügigere Option. Dieser Effekt war besonders ausgeprägt in Situationen, in denen die Teilnehmenden durch eine solche Entscheidung selbst Nachteile davontrugen. In Situationen, in denen die Teilnehmenden bereits im Vorteil waren, zeigte die Stimulation keine signifikante Wirkung.

Mithilfe von Computermodellen analysierten die Forschenden die zugrunde liegenden Entscheidungsprozesse. Die Analyse ergab, dass die Stimulation nicht einfach die Entscheidungsfindung störte oder unpräziser machte. Stattdessen erhöhte sie gezielt das Gewicht, das die Teilnehmenden den Interessen der anderen Person beimaßen. Die Forschenden sehen in ihren Ergebnissen mögliche Ansatzpunkte für die Behandlungen. Der Ansatz könnte helfen, Interventionen für Menschen mit Störungen wie Autismus oder Psychopathie zu entwickeln, bei denen die soziale Funktionsfähigkeit beeinträchtigt ist, wie sie in der Studie berichteten.

Service - DOI: 10.1371/journal.pbio.3003602

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