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Die US-Raumfahrtbehörde NASA hatte im März eine Neuausrichtung ihres Artemis-Programms bekanntgegeben und dabei bisherige Pläne für eine Raumstation in der Mondumlaufbahn aufgegeben, an denen auch die ESA beteiligt war. Statt der Raumstation Lunar Gateway soll nun ein Stützpunkt direkt auf dem Mond errichtet werden.
Die ESA hatte mit der NASA vereinbart, dass drei europäische Astronauten zur Gateway-Station mitfliegen sollen. Vorgesehen war, dass zuerst ein Deutscher dabei ist, gefolgt von einem Franzosen und einem Italiener.
Aschbacher kündigte an, sich nun rasch mit NASA-Chef Jared Isaacman und dessen Team zusammenzusetzen, um zu verhandeln, ob die für Europäer reservierten Plätze auf den geplanten Flügen zur Gateway-Station auf Flüge zur Mondoberfläche umgebucht werden könnten. "Das ist eine Diskussion, die jetzt geführt werden muss", sagte der österreichische ESA-Chef.
Konkret müsse etwa geklärt werden, wie viele Plätze auf möglichen Flügen zur Mondoberfläche zur Verfügung stehen und unter welchen Bedingungen oder für welchen "Gegenwert" Europa dabei sein könne, sagte Aschbacher.
Fraglich ist auch, was mit den bereits hergestellten Gateway-Komponenten geschehen soll. Die ESA hatte in Zusammenarbeit mit der japanischen Weltraumagentur Jaxa unter anderem das Wohnmodul für die Raumstation entwickelt. Für die Flüge war auch ein japanischer Astronauten eingeplant, der sogar noch vor dem Deutschen ins All fliegen sollte.






