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Deutschland und Norwegen bauen Weltraumkooperation aus

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Jonas Gahr Store und Friedrich Merz
©MICHAELA STACHE, AFP, APA
Deutschland und Norwegen wollen die Zusammenarbeit in der Raumfahrt ausbauen. Das haben Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Freitag bei einem Besuch des Raketenstartplatzes der deutschen Firma Isar Aerospace im nordnorwegischen Andøya angekündigt. Die Firma will von dort am 19. März erstmals eine 30 Meter große Rakete mit fünf Satelliten an Bord in den Orbit schicken.

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Støre verwies auf die einzigartigen geografischen Bedingungen von Andøya, um Raketen ins All zu schießen. Merz forderte verstärkte europäische Anstrengungen, um sich von anderen Ländern unabhängig zu machen.

"Genau diese europäische Souveränität brauchen wir auch in der Raumfahrt", sagte Merz. "Der Weltraum ist eines der interessantesten, der wichtigsten, aber auch der herausforderndsten wirtschaftlichen und militärischen Themen für uns." Der deutsche Kanzler sprach von bis zu 30 Starts im Jahr von Andøya. Das sei allerdings "noch am unteren Ende dessen, was wir in Europa gemeinsam brauchen". Merz nahm zusammen mit dem deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius sowie Deutschlands Forschungs- und Raumfahrtministerin Dorothee Bär auch an einer Diskussion von Raumfahrtfirmen aus beiden Ländern teil.

"Deutschland weist den Weg", sagte der norwegische Ministerpräsident mit Blick auf die deutlich gestiegenen deutschen Ausgaben für die Raumfahrt. Unter anderem hatte Pistorius angekündigt, dass Deutschland 35 Milliarden Euro in die militärische Raumfahrt und Satelliten investieren werde. Norwegen könne dies ergänzen. Støre verwies auf das deutsch-norwegische Verteidigungs- und Sicherheitsabkommen. Beide Politiker nehmen Freitagnachmittag zusammen mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Mark Carney auch an der NATO-Übung "Cold Response" teil.

Der Gründer von Isar Aerospace, Josef Fleischmann, sagte, dass die Firma 20 Jahre lang die ausschließlichen Nutzungsrechte für den ausgebauten Startplatz in Andøya habe. In München werde eine Produktionslinie aufgebaut, die am Ende den Bau von einer Rakete pro Woche ermöglichen solle.

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