Autonome Drohnen, intelligente Feldroboter und datenbasierte Landwirtschaft: Bei „AI meets Agriculture“ am 19. Oktober 2026 im Francisco Josephinum in Wieselburg zeigten Experten aus Forschung, Wirtschaft und Politik, wie künstliche Intelligenz den Weg vom Forschungslabor in die landwirtschaftliche Praxis findet. Im Mittelpunkt standen konkrete Anwendungen, neue Kooperationen und die technologische Zukunft der Landwirtschaft.
Künstliche Intelligenz gilt als wichtiger Treiber für eine effizientere und ressourcenschonendere Landwirtschaft. Welche Möglichkeiten bereits bestehen und welche Voraussetzungen für den erfolgreichen Praxiseinsatz notwendig sind, zeigte die Veranstaltung „AI meets Agriculture“ am 19. Oktober 2026 in Wieselburg. Organisiert wurde das Branchentreffen von Josephinum Research gemeinsam mit der AI Factory Austria AI:AT.
Zu den Teilnehmern zählten Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, Niederösterreichs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf sowie Vertreter aus Wissenschaft, Technologie und Agrarwirtschaft. In Fachvorträgen, Projektpräsentationen und einer Podiumsdiskussion standen die Chancen und Herausforderungen des Einsatzes künstlicher Intelligenz in der Landwirtschaft im Fokus.
ai-at.eu
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Drei Initiativen bündeln ihre Kompetenzen
Im Zentrum standen die von der Europäischen Union und Österreich kofinanzierten Initiativen AgrifoodTEF, EDIH AI5innovation und AI Factory Austria AI:AT. Gemeinsam unterstützen sie Unternehmen bei der Entwicklung, Erprobung und Umsetzung innovativer KI-Anwendungen.
Während AgrifoodTEF Testmöglichkeiten unter realen landwirtschaftlichen Bedingungen bereitstellt, begleitet AI5innovation Unternehmen bei der Entwicklung von Prototypen und der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten. Die AI Factory Austria AI:AT ergänzt dieses Angebot durch KI-Expertise und Zugang zu leistungsfähiger europäischer Recheninfrastruktur.
Von autonomen Drohnen bis zu intelligenten Feldrobotern
Wie sich künstliche Intelligenz konkret einsetzen lässt, demonstrierte Josephinum Research auf dem „Feld der Innovationen“. Dort standen autonome Drohnen, Hackroboter und sogenannte Spot-Spraying-Systeme im Mittelpunkt. Letztere ermöglichen eine gezieltete Behandlung einzelner Pflanzen und können dadurch den Einsatz von Betriebsmitteln reduzieren.
Auch die Politik setzt auf den technologischen Wandel: Niederösterreich stellt rund 1,5 Millionen Euro für eine neue Stiftungsprofessur zum Thema „Datenzentrierte KI in der Landwirtschaft“ an der FH Wiener Neustadt in Kooperation mit dem Francisco Josephinum bereit.
Innovationen für eine nachhaltigere Landwirtschaft
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass technologische Innovation allein nicht ausreicht. Entscheidend sind der Zugang zu Daten, geeignete Testinfrastrukturen, Finanzierung und die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Unternehmen und landwirtschaftlichen Betrieben.
Mit „AI meets Agriculture“ wurde in Wieselburg aufgezeigt, wie diese Voraussetzungen geschaffen werden können, damit künstliche Intelligenz künftig einen stärkeren Beitrag zu Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft leistet.

