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Adipöse Männer: dreifaches Post-Covid-Syndrom-Risiko

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Studie analysierte Daten von 500 Wehrpflichtigen
©APA, dpa-Zentralbild, Ralf Hirschberger
Sowohl nach dem Body-Mass-Index (BMI) als auch dem Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße haben adipöse Männer ein bis zu dreifach höheres Risiko, nach einer SARS-CoV-2-Infektion an dem Post-Covid-19-Syndrom zu leiden. Das hat eine Studie mit 500 Wehrpflichtigen in Graz ergeben.

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"Adipositas gilt als möglicher Risikofaktor für das Post-Covid-19-Syndrom", schrieben jetzt Reinhard Domanyi und seine Co-Autoren (Heeresspital Graz/MedUni Graz) im Journal of Clinical Medicine (doi: 10.3390/jcm15010355). Die meisten Studien dazu hätten den bekannten Body-Mass-Index (BMI) als Marker verwendet. Das Taille-zu-Körpergröße-Verhältnis (WhtR) dürfte allerdings als Indikator für zentrale Adipositas (Bauchfett) ein speziell für das Herz-Kreislauf-Risiko geeigneter Maßstab sein. Dabei wird einfach der Taillenumfang durch die Körpergröße dividiert. Ein Wert von mehr als 0,5 gilt als Risiko für Adipositas.

Im Rahmen der Studie wurden 500 männliche Wehrpflichtige im Alter von 18 Jahren den Messungen unterzogen. Teilnehmer mit einer vorangegangenen Covid-19-Erkrankung wurden über nach der Infektion anhaltende oder neue Symptome befragt. Für den BMI galten die WHO-Definitionen (BMI 30 oder darüber Adipositas), ebenso ein WhtR von 0,5 oder darüber (zentrale Adipositas).

Die Ergebnisse waren ziemlich eindeutig, so die Wissenschafter: "Von den 376 Teilnehmern mit einer vorangegangenen Covid-19-Erkrankung entwickelten 82 (21 Prozent) ein Post-Covid-19-Syndrom. Adipositas (BMI gleich oder größer 30) war bei denjenigen mit einem Post-Covid-19-Syndrom häufiger als bei denjenigen ohne (15 Prozent versus fünf Prozent). Adipositas, definiert anhand des BMI, war mit einem höheren Risiko für einen Post-Covid-19-Verlauf assoziiert." Hier ergab sich eine um den Faktor 2,8 größere Häufigkeit.

Auch nach dem Taillen-zu-Körpergröße-Verhältnis (WHtR) und zentraler Adipositas zeigte sich für die stark Übergewichtigen ein höheres Post-Covid-Risiko: 26 Prozent berichteten von dem Syndrom versus 14 Prozent der nicht von Adipositas Betroffenen. Hier zeigte sich eine Steigerung des Risikos um den Faktor 2,18.

ARCHIV - Ein übergewichtiger Mann sitzt am auf einer Bank in Dresden, aufgenommen am 23.08.2007. Nach Ansicht von Experten könnten deutlich mehr fettleibige Patienten in Deutschland von einer gezielten Magen-Darm-Operation profitieren. «Die Adipositas-Chirurgie mit ihren verschiedenen Verfahren kommt seit vielen Jahren weltweit zum Einsatz, in Deutschland jährlich bei etwa 6000 Patienten», sagte der Chirurg Prof. Weiner am Mittwoch (31.08.2011) zum Auftakt eines Kongresses in Hamburg. Schätzungen zufolge kämen aber etwa 20 000 Menschen pro Jahr für einen solchen Eingriff in Frage. Foto: Ralf Hirschberger +++(c) dpa - Bildfunk+++

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