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Tote bei schweren russischen Luftangriffen auf die Ukraine

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++ ARCHIVBILD ++ Präsident Selenskyj hat vor neuerlichen schweren Luftangriffen gewarnt
Bei neuerlichen massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Angaben örtlicher Behörden in der Nacht zum Dienstag mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew wurden mindestens ein Mensch getötet und 20 verletzt, in der Stadt Dnipro kamen nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben, mindestens 16 wurden verwundet. In Kiew schlug laut Augenzeugen eine Rakete in ein 24-stöckiges Wohnhaus ein, das daraufhin teilweise einstürzte.

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Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, es könnten Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sein. Ein weiterer Angriff habe die oberen Stockwerke eines 15-stöckigen Wohnhauses beschädigt. Es gebe mehrere Brände im Stadtgebiet. Zudem seien in mehreren Stadtteilen durch herabfallende Trümmerteile Brände in Gebäuden und an Fahrzeugen ausgebrochen. In Kiew und fast der ganzen Ukraine heulten in der Nacht die Alarmsirenen. Tausende Einwohner suchten in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern Schutz.

Aus der nordöstlichen Region Charkiw meldete der Gouverneur mindestens zehn Verletzte, darunter ein elfjähriges Mädchen. Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an. Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau bei den Angriffen auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein.

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft, es seien Militärflugzeuge aufgestiegen. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von NATO-Partnern auf.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte seit Ende vergangener Woche vor einem weiteren massiven russischen Luftangriff - auch in seiner abendlichen Videoansprache am Montag. "Geheimdienstwarnungen bezüglich russischer Angriffe bleiben in Kraft. Ein massiver Schlag ist möglich, sie haben dies vorbereitet", sagte er.

Russland hatte Kiew erst vor knapp zehn Tagen massiv mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen - und vergangene Woche gewarnt, man plane "systematische Schläge" auf militärische Ziele und Entscheidungszentren in Kiew. Dies sei eine Reaktion auf einen Drohnenangriff im vergangenen Monat auf ein Wohnheim in der von Russland besetzten ukrainischen Region Luhansk, bei dem 21 Menschen getötet wurden. Die Ukraine bestritt, den Angriff ausgeführt zu haben.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Beide Kriegsparteien setzen dabei massiv Drohnen und Raketen gegen Ziele im Hinterland des Gegners ein.

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