von
In einer Erklärung der syrischen Präsidentschaft hieß es, beide Seiten hätten über Zusammenarbeit, Wiederaufbau, sowie "humanitäre Angelegenheiten und die Flüchtlingsfrage in Europa" gesprochen. Die EU ist ein wichtiger Geldgeber für Damaskus und hat die während des Bürgerkrieges verhängten Sanktionen gegen Syrien aufgehoben.
Al-Sharaa bemüht sich um internationale Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes. Der Frieden in Syrien ist nach Jahren des Bürgerkrieges jedoch nach wie vor zerbrechlich. Die Visite von der Leyens gemeinsam mit EU-Ratspräsident António Costa erfolgte kurz nachdem sich in der nordsyrischen Großstadt Aleppo Soldaten der islamistischen Übergangsregierung und kurdische Kämpfer tagelang Gefechte geliefert haben.
Das syrische Verteidigungsministerium riet den Bewohnern eines der umkämpften kurdischen Stadtviertel in Aleppo unterdessen, das Gebiet zu verlassen. Das Ministerium forderte gleichzeitig die Kämpfer der kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) dazu auf, ihre Waffen niederzulegen.
Einer Erklärung der Armee zufolge sollte zwischen 16.00 Uhr (Ortszeit, 14.00 Uhr MEZ) und 18.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) ein humanitärer Korridor aus dem Viertel Sheikh Maqsoodeingerichtet werden. Die Bevölkerung sei aufgerufen, sich rasch in sichere Stadtteile zu begeben. An die SDF-Kämpfer appellierte die Armee, ihre Waffen zu übergeben. Ihre Sicherheit werde gewährleistet.
Nach Tagen der Gewalt hatte das Verteidigungsministerium in der Nacht eine kurzzeitige Waffenruhe verkündet. Sie lief um 9.00 Uhr (Ortszeit, 7.00 Uhr MEZ) aus. In dieser Zeit waren die Kämpfer der kurdischen Truppen aufgefordert, die umkämpften Gebiete zu verlassen.
Ein Kommandant der kurdischen Kämpfer sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass es keine Entscheidung zum Abzug der Kämpfer gegeben habe. Bisher haben die Kämpfer die de facto kurdisch kontrollierten Stadtteile noch nicht verlassen. Die Kämpfer sollten mit Bussen in die kurdisch kontrollierten Gebiete im Nordosten des Landes gebracht werden. Die Aufforderung der Regierung zum Verlassen der kurdischen Stadtgebiete weist auf erneute Kämpfe hin.
Seit Dienstag bekämpfen sich Regierungstruppen vor allem mit den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) in den de facto kurdisch kontrollierten Stadtteilen der zweitgrößten Stadt Syriens. Hintergrund ist der Streit über eine geplante Eingliederung der kurdischen Institutionen und auch der kurdischen Kämpfer in die staatliche Ordnung. Ein Abkommen dazu wurde bisher nicht umgesetzt.






