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Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zielen pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge zunächst auf eine vorläufige Vereinbarung. Erst werde eine Absichtserklärung unterzeichnet, sagte ein pakistanischer Insider, der an den Vermittlungen beteiligt ist. Im Anschluss solle binnen 60 Tagen ein umfassendes Abkommen ausgehandelt werden. Beide Seiten seien sich grundsätzlich einig, technische Details würden später geklärt. Die Delegationen beider Seiten könnten sich möglicherweise schon dieses Wochenende wieder treffen.
Aus pakistanischen Sicherheitskreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, seinen Aufenthalt in Teheran verlängert habe. Munir war am Mittwoch in der iranischen Hauptstadt eingetroffen. Er wird als wichtiger Vermittler zwischen den Kriegsparteien angesehen und sein Verhältnis zu US-Präsident Trump gilt als gut.
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben unterdessen zum nationalen Tag der Armee scharfe Warnungen an die USA und Israel gerichtet. In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung betonten die Elitestreitkräfte ihre Bereitschaft, auf jede militärische Bedrohung mit "verheerenden und tödlichen Schlägen" zu reagieren.
Weiter hieß es, man sei mit "fester Entschlossenheit, wachsamen Augen, eisernem Willen und dem Finger am Abzug" bereit, auf jede Bedrohung durch die USA, Israel und deren Verbündete zu reagieren. Die Rhetorik folgt einem bekannten Muster der Revolutionsgarden zu militärischen Gedenktagen, gewinnt jedoch vor dem Hintergrund der aktuellen Lage an Bedeutung.
In einer aktuellen Umfrage des Instituts Ipsos gaben 51 Prozent der befragten US-Bürger an, der Iran-Krieg sei angesichts der damit verbundenen Kosten nicht zu rechtfertigen. Rund ein Viertel der Befragten gab das Gegenteil an.
In einer Umfrage Universität Quinnipiac äußerten 65 Prozent der Teilnehmer die Ansicht, dass Trump für den Anstieg der Benzinpreise infolge der Blockade der Straße von Hormus verantwortlich sei. Nur 36 Prozent der Trump-Wähler befürworten demnach das Vorgehen des Präsidenten im Konflikt mit dem Iran, während 58 Prozent dies ablehnten.






