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"Herzlichen Glückwunsch, Präsident Trump, die Charta ist nun in Kraft getreten, und der Friedensrat ist nun eine offizielle internationale Organisation", sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt am Donnerstag bei der Unterzeichnungszeremonie im Beisein weiterer Gründungsmitglieder.
Insgesamt 60 Staaten sollen Einladungen für den "Friedensrat" erhalten haben. Zugesagt haben bisher nur wenige - neben Israel unter anderem Indonesien, Kosovo, die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) und Vietnam. Einige der Erstunterzeichner werden autoritär regiert. Wer länger als drei Jahre dabei sein will, muss eine Milliarde US-Dollar für den Etat des "Friedensrats" bereitstellen.
Eingeladen ist auch der russische Präsident Wladimir Putin. Der Kremlchef signalisierte Interesse, betonte aber, die Aufnahmegebühr müsse aus eingefrorenem russischen Vermögen bereitgestellt werden. Washington müsse die blockierten Gelder freigeben, wenn sie für humanitäre Zwecke zum Wiederaufbau des Gazastreifens genutzt werden sollten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Ursprünglich war der "Friedensrat" als Teil der zweiten Phase des US-Plans für den Gazastreifen im Nahost-Friedensprozess vorgestellt worden. In der Charta der Initiative wird das Palästinenser-Gebiet jedoch nicht mehr genannt. Mehrere europäische Staaten äußerten starke Vorbehalte gegen die Pläne - unter anderem, weil Trump zum "Friedensrat" auch Putin eingeladen hat. Kritiker werfen Trump zudem vor, eine Alternative zur UNO schaffen zu wollen, um deren etablierte Organisationen zu umgehen.
Vorsitzender des "Friedensrates" ist Trump. Seine Befugnisse sind weitreichend: Nur er kann laut der Satzung Mitglieder einladen oder sie des Gremiums verweisen - es sei denn, "zwei Drittel der Mitgliedstaaten legen ihr Veto ein". Trump hat praktisch ein lebenslanges Mandat. Er kann jederzeit freiwillig zurücktreten und einen Nachfolger bestimmen. Einzig der von Trump zusammengestellte "Exekutivrat" der Organisation kann ihn absetzen, wenn dessen Mitglieder ihn einstimmig für "unfähig" halten.
Für einen ständigen Sitz im "Friedensrat" sollen Mitgliedstaaten eine Gebühr von "mehr als einer Milliarde Dollar" (rund 860 Millionen Euro) zahlen. Wer die Summe nicht entrichtet, hat nur Anrecht auf eine dreijährige Mitgliedschaft. Mehrere europäische Staaten haben einen Beitritt ausdrücklich abgelehnt.
Zum jetzigen Zeitpunkt beabsichtige Frankreich nicht, "auf das Angebot einzugehen", hieß es etwa aus dem Élysée-Palast. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul sagte: "Wir haben einen Friedensrat und das sind die Vereinten Nationen." Österreich prüft nach Angaben des Bundeskanzleramts die Einladung. Auch Papst Leo XIV. prüft nach den Worten von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin die Einladung, meldete Kathpress.
US President Donald Trump, center, holds a signed founding charter at the "Board of Peace" meeting during the 56th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Thursday, January 22, 2026. The meeting under the topic "A Spirit of Dialogue" brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos and takes place from January 19 to 23 in Davos.(KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)






