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Spesen-Causa: Strache schlägt verbal um sich und gegen Kickl

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Der frühere FPÖ-Chef spart nicht mit Vorwürfen an den jetzigen
©APA/ROLAND SCHLAGER
Der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schlägt in der Spesen-Causa verbal um sich - und auch in Richtung Herbert Kickl. In einer Stellungnahme, über die der "Standard" berichtete, wirft er dem jetzigen Parteichef ebenfalls einen fragwürdigen Umgang mit Finanzen vor und kritisiert dessen Arbeitsmoral. Strache selbst wird vorgeworfen, Gelder der Wiener FPÖ für private Ausgaben verwendet zu haben, was staatsanwaltliche Ermittlungen nach sich zog.

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In seiner Stellungnahme zur laufenden Causa relativiert Strache die Vorwürfe gegen ihn und bestreitet strafbare Handlungen. Zudem wirft er anderen FPÖ-Funktionären problematische Spesen- oder Vorteilspraktiken vor: Eine von der Partei gekaufte Camping-Ausrüstung sei etwa Teil eines "parteilichen Teambuildingseminars" gewesen, bei dem auch Kickl gewesen sei. Auch den Besitz einer teuren Armbanduhr rechtfertigte Strache, diese sei ein Geschenk seiner Partei zu seinem 40. Geburtstag gewesen. Kickl etwa hätte zu einem Anlass eine Berg-Ausrüstung bekommen.

Auch Kickls Arbeitsbilanz zerpflückte Strache. Kickl hätte als damaliger Generalsekretär deutlich weniger gearbeitet als er selbst und habe dafür ein Monatssalär "netto über EUR 10.000,00 plus Spesen" erhalten. Dabei sei "dessen Arbeitspensum nicht einmal annähernd mit jenem von Heinz-Christian Strache vergleichbar" gewesen, lautet der Vorwurf in dem Schreiben und: "Der Arbeitstag des Generalsekretärs endete oft zwischen 16.00 und 18.00 Uhr" - während Strache in Wahlkampfzeiten seinen Einsatz auf Abend- und Wochenendveranstaltungen fortgesetzt habe.

Die ÖVP nahm den Rundumschlag als willkommenen Anlass, gegen den derzeitigen FPÖ-Obmann zu wettern. "Außer Spesen nichts gewesen - das ist die Leistungsbilanz des Herbert Kickl", schrieb Generalsekretär Nico Marchetti. Das "sich öffentlich entfaltende Psychogramm" Kickls nehme "immer unbequemere Formen an". Auch die SPÖ befand die Aussagen für absolut glaubwürdig: "Strache bestätigt damit, was wir schon längst wissen. Herbert Kickl kann nichts außer hetzen und spalten. Er ist nicht nur feige, sondern auch noch faul", meinte Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim via Aussendung.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/ROLAND SCHLAGER

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