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Grundsätzlich muss das Budget der Universitäten für eine dreijährige Periode zwar erst im Herbst des jeweils vorvorigen Jahres feststehen. Aufgrund der geplanten Erstellung eines Doppelbudgets für 2027/28 müssen die Zahlen aber schon in diesem Haushalt abgebildet sein.
Die Universitätenkonferenz (uniko) hat ihre Berechnungen bereits dem Wissenschaftsministerium übermittelt. "Wir haben einerseits den Grundbedarf der Universitäten und andererseits den allgemeinen Konsolidierungskurs abgewogen." Dazu komme, dass die Inflationsrate der kommenden Jahre schwer vorherzusehen sei - hier stehe noch eine Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts aus, die für April erwartet wird.
Angenommen wurde daher eine Inflation von 2,9 Prozent über alle drei Jahre. Damit würde das Uni-Budget von 16,5 Mrd. Euro für 2025 bis 2027 (inklusive Ärztegehälter an den Medizinunis) auf 18 Mrd. Euro für 2028 bis 2030 anwachsen. Das entspräche einem Plus von 8,7 Prozent. "Das ist offensichtlich finanzierbar, weil wir uns am gerade beschlossenen FTI-Pakt anlehnen", so Hütter. Auch dieser sehe eine Steigerungsrate von 8,7 Prozent über drei Jahre vor.
Zum Vergleich: Für die Periode 2025 bis 2027 stiegen die Mittel für die Unis gegenüber der Vorperiode um mehr als 30 Prozent. Diese Summe lag deutlich über der erwarteten Teuerung, sollte zum Teil aber auch eine Kompensation für die Periode davor gewesen sein, als den Unis in einer Hochinflationsphase nicht die kompletten Preissteigerungen abgegolten wurden.
"Ich denke, das ist eine verantwortungsbewusste Abwägung zwischen dem Machbaren und der Abbildung der nötigen Grundausstattung sowie der Rolle der Unis als Innovationskraft, Wirtschaftsfaktor und Ausbildungsstätte", meinte Hütter. Die Universitäten seien Arbeitgeberinnen für rund 46.000 Forscherinnen und Forscher sowie 20.000 Personen in Verwaltung und Management - dazu kämen jene rund 265.000 Studierende, die sie ausbilden. "Wir stehen auch im internationalen Wettbewerb, es geht um den europäischen Forschungsraum." Es sei auch evident, dass jeder in Unis gesteckte Steuereuro eine Investition in die Zukunft sei und etwa in Form von Innovationskraft und Arbeitsmarktfaktor zurückkomme.
ZU APA-TEXT II - Studierende in einer Vorlesung am Audimax der Universität Wien, aufgenommen am 12. Oktober 2010. Am 19. Oktober finden Universitäts-Vollversammlungen der Studenten und Lehrenden an allen Universitäten als Protest gegen Sparpläne der Regierung statt. APA-FOTO: ROLAND SCHLAGER






