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Das Flugzeug sollte in der Früh von Berlin nach Wien fliegen. Eine Sprecherin von Austrian Airlines bestätigte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) einen Vorfall in der Maschine mit einem Mann, der abgeschoben werden sollte. Der Passagier habe sich lautstark bemerkbar gemacht, weswegen beschlossen worden sei, dass er aussteigen müsse. Leider sei die Notrutsche aktiviert gewesen.
Das Innenministerium in Wien ließ zu dem Vorfall wissen: "Beim Abgeschobenen handelt es sich um einen pakistanischen Staatsangehörigen, der von Deutschland am Weg nach Zypern (Larnaka) war (...). Es sei ledig eine Zwischenlandung in Wien vorgesehen gewesen. "Es handelte sich um eine sogenannte Durchbeförderung - es besteh keine asyl- oder fremdenrechtliche Zuständigkeit der österreichischen Behörden."
Auf der Fluginformationsseite des BER war zusehen, dass der Flug eigentlich um 7.00 Uhr starten sollte. Am späteren Vormittag durften die ersten Passagiere wieder in die Maschine einsteigen. Nach Angaben der AUA-Sprecherin wurde der Flug mit zweieinhalb Stunden Verspätung in Wien erwartet. Da die Vordertür ohne Notrutsche nicht mehr zur Evakuierung genutzt werden konnte, mussten rund ein Drittel der Passagiere aussteigen. Deswegen wurde die Zahl der Fluggäste um 51 auf 110 reduziert, wie die Sprecherin erklärte. Dabei handle es sich um eine Sicherheitsvorgabe. Die Notfallrutsche werde dann in Wien ausgetauscht.
Im vergangenen Jahr wurden 1.593 Abschiebungen mit Beteiligung der deutschen Bundespolizei abgebrochen, wie aus einer Antwort der deutschen Regierung auf eine Kleine Anfrage mehrerer Linken-Abgeordneter hervorgeht. Die Gründe sind vielfältig und waren demnach etwa medizinische Notfälle, aktiver und passiver Widerstand, fehlendes Personal oder Dokumente sowie Selbstverletzung oder derartige Versuche. Auch ein Ablehnen der Übernahme durch die deutsche Polizei oder Gründe im Zusammenhang mit dem Flug selbst werden genannt. Im Vorjahr wurden 22.787 Menschen von Deutschland abgeschoben, davon 19.987 über den Luftweg.





