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"Im Jahr 2025 hat sich der Trend steigender Einbürgerungszahlen weiter fortgesetzt", kommentierte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Behörde, die Zahlen. Von den rund 15.500 Eingebürgerten, die in Österreich leben, hatte rund jede oder jeder Fünfte (knapp 3.200) davor die syrische Staatsangehörigkeit. Etwa jeder Zehnte (1.600) war zuvor Türke. Rund 1.300 oder 8,4 Prozent kommen aus Afghanistan. Knapp die Hälfte aller eingebürgerten Menschen waren Frauen, ein Drittel war weniger als 18 Jahre alt.
Den größten Zuwachs an Einbürgerungen gab es in Wien (5.078 Einbürgerungen) mit einem Anstieg um 38,6 Prozent. Es folgen Vorarlberg (plus 37,2 Prozent auf 1.018), Tirol (plus 23,6 Prozent auf 1.236), Niederösterreich (plus 19,5 Prozent auf 2.557), Steiermark (plus 18,5 Prozent auf 1.854), Kärnten (plus 16,6 Prozent auf 576) und Burgenland (plus 16,1 Prozent auf 339). Einen deutlichen Rückgang von 11,2 Prozent auf 2.241 Einbürgerungen gab es in Oberösterreich. In Salzburg sank die Zahl der Einbürgerungen um leichte 0,2 Prozent auf 613.
Mehr als drei Viertel der Einbürgerungen erfolgte 2025 aufgrund eines Rechtsanspruchs. Dies inkludiert NS-Verfolgte und deren Nachkommen. Letztere leben zu 99,8 Prozent im Ausland. Fast 5.000 haben daneben die israelische Staatsbürgerschaft. Rund 2.800 kommen aus den USA und gut 900 aus Großbritannien.
Die vorläufige Einbürgerungsrate 2025 betrug 0,8 Prozent, nach 0,7 Prozent im Vorjahr. Hierbei werden die Eingebürgerten mit Wohnsitz in Österreich den in Österreich Lebenden ohne hiesige Staatsbürgerschaft gegenübergestellt. Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch kritisierte in dem Kontext "die im internationalen Vergleich sehr hohen Hürden beim Staatsbürgerschaftserwerb". Im EU-Durchschnitt betrage die Einbürgerungsrate 2,6 Prozent. Ein immer größer werdender Bevölkerungsteil bleibe damit "ohne volle demokratische Rechte".
Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sieht die Integrationspolitik im Bundesland durch die Zahlen bestätigt: "Die Staatsbürgerschaft ist kein Automatismus, sondern der Schlusspunkt einer gelungenen Integration. Während bundesweit die Zahlen stark steigen, zeigt Oberösterreich, dass ein konsequenter und klarer Kurs Wirkung zeigt." Er kann sich vorstellen, "auch über eine Verlängerung der Wartezeit nachzudenken. Wer dauerhaft Teil unserer Gemeinschaft sein möchte, soll dies über einen längeren Zeitraum unter Beweis stellen."






