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Andrews Epstein-Verwicklungen: Das ist bisher bekannt

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Andrew Mountbatten-Windsor

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Die vorübergehende Festnahme des früheren Prinzen ist der vorläufige Tiefpunkt eines langen Absturzes im öffentlichen Ansehen.

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Der frühere britische Prinz Andrew wird schon seit Jahren von Berichten über seine Beziehungen zum verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verfolgt. Seine vorübergehende Festnahme wegen des Verdachts von Fehlverhalten in offizieller Funktion am Donnerstag ist der vorläufige Tiefpunkt eines langen Absturzes im öffentlichen Ansehen. Was bisher über die Beziehungen zwischen dem 2019 in einer US-Gefängniszelle tot aufgefundenen Epstein und dem Royal bekannt ist:

Weitergabe vertraulicher Informationen

Andrews Festnahme folgte auf die Freigabe von Millionen weiterer Akten zu Epstein durch das US-Justizministerium im Jänner. Dazu gehört ein E-Mail vom November 2010, in dem Andrew dem US-Finanzinvestor nach einer Dienstreise als britischer Handelsbeauftragter nach Asien anscheinend vertrauliche Berichte zu mehreren von ihm besuchten Ländern übermittelt.

Berichten zufolge wurde der damalige Prinz auf der Reise zudem von Epstein-Geschäftspartnern begleitet und übermittelte Epstein Monate später Informationen zu Investitionsmöglichkeiten, die er bei dem Trip gesammelt hatte. Neun verschiedene Einheiten der britischen Polizei haben bestätigt, dass sie Berichte über Andrews Verbindungen zu Epstein prüfen.

"Nobody's Girl"

Das Epstein-Opfer Virginia Giuffre reichte im August 2021 in den USA Klage gegen Andrew ein. Giuffre warf dem damaligen Prinzen darin vor, sie dreimal sexuell missbraucht zu haben, darunter zweimal, als sie erst 17 und damit minderjährig war. Der Fall wurde außergerichtlich beigelegt, nachdem sich Andrew zu einer Geldzahlung bereit erklärte. Medienberichten zufolge lag diese bei mehr als zwölf Millionen Dollar (aktuell 10,21 Mio. Euro).

Giuffre starb im April vergangenen Jahres im Alter von 41 Jahren in Australien durch Suizid. Im Oktober erschienen ihre Memoiren unter dem Titel "Nobody's Girl" posthum. Darin schildert Giuffre, sie sei dreimal zum Sex mit Andrew gezwungen worden.

Das erste Mal war demnach im März 2001 im Haus von Epsteins inzwischen zu 20 Jahren Gefängnis verurteilter Freundin Ghislaine Maxwell in London, das zweite Mal einen Monat später in Epsteins Haus in New York. Das letzte derartige Treffen fand dem Buch zufolge auf Epsteins Privatinsel in der Karibik bei einer "Orgie" mit Andrew, Epstein und etwa zehn weiteren Mädchen statt, "die alle jünger als 18 wirkten und nicht richtig Englisch konnten".

Freundschaft mit Epstein

Medienberichten zufolge lernte der damalige Prinz Andrew den US-Investor Epstein 1999 über Ghislaine Maxwell kennen, die Britin ist. 2008 wurde Epstein in den USA erstmals wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt - wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft zu lediglich 18 Monaten Haft.

Trotz dieser Verurteilung traf sich Andrew 2010 mit Epstein zu einem Spaziergang im New Yorker Central Park, wovon Fotos zeugen. Später sagte Andrew, damals habe die Freundschaft der beiden geendet.

In einem im Februar 2011 "von einem Mitglied der britischen Königsfamilie" - mutmaßlich Andrew - an Epstein gesandten E-Mail heißt es laut britischen Gerichtsunterlagen allerdings: "Bleib' in enger Verbindung, und bald werden wir wieder ein bisschen spielen!!!!"

"Keine Erinnerung"

Schon 2011 musste Andrew seine Position als britischer Handelsgesandter wegen seiner Beziehungen zu Epstein aufgeben.

2019 musste er sich dann von seinen offiziellen Funktionen zurückziehen und seinen Titel als Königliche Hoheit aufgeben. Zuvor hatte er in einem Fernsehinterview keinerlei Mitgefühl für Epsteins Opfer gezeigt und geleugnet, Sex mit Virginia Giuffre gehabt zu haben. Stattdessen sagte Andrew, er habe "keinerlei Erinnerung", Giuffre jemals getroffen zu haben - obwohl Fotos das Gegenteil belegen.

Nachdem Giuffre Zivilklage gegen Andrew eingereicht hatte, entzog Queen Elizabeth II. ihrem Sohn im Jänner 2022 alle militärischen Titel und Schirmherrschaften. Nach Erscheinen von Giuffres Memoiren entzog König Charles III. seinem Bruder schließlich alle Titel und warf ihn aus seiner luxuriösen Unterkunft Royal Lodge auf dem Gelände von Schloss Windsor.

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