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Die Ärztin sei das einzige medizinische Fachpersonal am Fundort des Leichnams gewesen und habe eine Obduktion angeregt, erzählte FPÖ-Fraktionsführer Christian Hafenecker vor Journalistinnen und Journalisten. Die zentrale Frage an sie sei, ob Druck ausgeübt wurde, die Obduktion nicht durchzuführen. Diese hat einige Tage nach Pilnaceks Tod stattgefunden. Bei der zweiten Auskunftsperson handle es sich um die erste zuständige Staatsanwältin, so Hafenecker.
Polizisten hätten am Vortag im U-Ausschuss behauptet, sie hätten keinen Druck auf die Ärztin ausgeübt, meinte SPÖ-Fraktionsführer Jan Krainer. Die Ärztin habe in der Vergangenheit wiederum gesagt, sie habe sich Druck ausgesetzt gefühlt. Das Zusammenwirken zwischen Ärztin und Polizei am Fundort sei "nicht total super" gewesen, schloss er. Zudem sah er einen Engpass in der Pathologie, weswegen Todesfälle mitunter nicht untersucht würden. Auch die Grüne Fraktionsführerin Nina Tomaselli ortete strukturelle Probleme. Sie kritisierte etwa, dass die Ausbildung für Tatortbeamte nur zwei Monate dauere und will diesbezüglich eine parlamentarische Anfrage an Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) stellen.
NEOS-Fraktionsführerin Sophie Wotschke interessierte sich für Pilnaceks Handy, das "ohne Not" noch am Todestag seiner Witwe übergeben worden sei. Hier gehe es bereits um potenzielle politische Einflussnahme. Der ÖVP-Abgeordnete Jakob Grüner geht indes davon aus, dass sich während der Befragungen viele Gerüchte in Luft auflösen werden. Er glaube nicht daran, dass ein Komplott aus Dutzenden Polizistinnen und Staatsanwälten hier etwas vertuscht habe.






