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Neues "Mittleres Management" für Schulen kommt im Herbst

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Für Schulleitungen gibt es bald mehr Unterstützung
©APA, THEMENBILD, HARALD SCHNEIDER
Ab Herbst sollen die Schulen ein neues "Mittleres Management" bekommen, das die Direktionen beim Führen der Schule unterstützt. Künftig sollen auch Pflichtschulen Zusatzstunden für Managementaufgaben bekommen. An den Gymnasien, Berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) und Berufsschulen wird das bestehende Modell der administrativen Unterstützung ausgeweitet bzw. flexibler, kündigte Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) am Mittwoch nach dem Ministerrat an.

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Das neue "Mittlere Management" soll die Schulen, die u.a. durch Migration und Digitalisierung vor immer komplexeren Herausforderungen stünden, entlasten, sodass diese sich mehr auf den Unterricht und individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen konzentrieren können, erklärte Wiederkehr. Gleichzeitig schaffe man für jene Lehrerinnen und Lehrer, die für Managementaufgaben freigestellt werden, eine neue Aufstiegsmöglichkeit.

Pro Jahr soll es 20 Mio. Euro zusätzlich für die Maßnahme geben, auf die man sich laut dem Bildungsminister in der Koalition nun "nach längeren Verhandlungen" einigen konnte. Schwerpunkt des neuen "Mittleren Managements" sind die Pflichtschulen (Volks-, Mittel-, Sonder- und Polytechnische Schulen). Dort sind die Herausforderungen Wiederkehr zufolge besonders groß, gleichzeitig gebe es dort noch vergleichsweise wenig Unterstützung für die Schulleitungen.

Konkret sollen die Pflichtschulen ab dem Schuljahr 2026/27 je nach Größe des Standorts zusätzliche Zeitressourcen für Lehrkräfte bekommen, die die Schulleitung etwa bei Elternarbeit, der Organisation von Schulveranstaltungen oder der Verbesserung der Schulqualität unterstützen und entlasten. Für kleine und mittelgroße Schulen bis 13 Klassen sollen es bis zu sechs Wochenstunden sein (das entspricht zwölf Arbeitsstunden, Anm.), bei großen Schulen zehn bis 15 Wochenstunden. Die Aufgaben können dabei von der Schulleitung auf bis zu vier Lehrkräfte am Standort aufgeteilt werden.

An den AHS und BMHS soll es ab Herbst für besonders kleine Standorte mit weniger als acht Klassen eine zusätzliche Wochenstunde für die administrative Unterstützung der Direktion geben. Gleichzeitig fällt die Deckelung für Großschulen und wie an den Pflichtschulen sollen die Schulleitungen die Ressourcen künftig auf mehrere Lehrkräfte aufteilen und dadurch Leitungsteams bilden können. Auch an den Berufsschulen dürfen künftig mehrere dafür freigestellte Lehrkräfte gemeinsam die Aufgaben der stellvertretenden Schulleitung übernehmen.

Eigentlich wurde an den Pflichtschulen erst in diesem Schuljahr die neue Funktion der "pädagogisch-administrativen Fachkraft" geschaffen, die die Schulleitung etwa bei Stundenplanerstellung, Fächereinteilung und der Kommunikation mit Eltern und Behörden entlasten soll. Laut dem noch von der schwarz-grünen Vorgängerregierung beschlossenen Modell gibt es dafür eine halbe Wochenstunde pro Klasse, die zuständigen Lehrer bekommen eine Abgeltung als Mehrdienstleistung. Gestartet wurde mit 190 "pädagogisch-administrativen Fachkräften", laut Ministerium konnten alle Posten bereits besetzt werden. Bis zum Schuljahr 2027/28 sollen es dreimal so viele sein. Im Endausbau sind dafür 47 Mio. Euro pro Jahr budgetiert.

Wiederkehr hat das Modell nun allerdings mit einem Ablaufdatum versehen: Ab Herbst wird es zunächst parallel zum neuen "Mittleren Management" weiterlaufen, mit dem Vollausbau im übernächsten Schuljahr soll es dann darin aufgehen. "Es ist flexibler, die Schulleitungen können es freier gestalten und damit wird die Schulautonomie gestärkt", begründete der Minister den Systemwechsel im Gespräch mit der APA.

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