von
In der Hauptstadt Kuwait-Stadt war am Montagmorgen Luftalarm zu hören, wenig später stieg von der Botschaft der USA Rauch auf. Die diplomatische Vertretung bestätigte zunächst keinen Einschlag - rief jedoch dazu auf, dem Botschaftskomplex fernzubleiben. "Es gibt eine anhaltende Bedrohung durch Raketen und Drohnen über Kuwait. Kommen Sie nicht zur Botschaft", teilte die US-Botschaft im Golfland mit. Landsleute wurden aufgerufen, zu Hause und wachsam zu bleiben wegen möglicher Angriffe im Land.
Zudem fielen Trümmerteile am Montag in dem ölreichen Staat auf die Ahmadi-Raffinerie, zwei Arbeiter wurden laut der nationalen Erdölgesellschaft verletzt. Die Produktion sei jedoch nicht gestört worden.
Im Internet kursierten mehrere Videos, die die Abstürze zeigen sollen. Darin ist unter anderem zu sehen, wie ein Kampfflugzeug kreiselnd und in Flammen abstürzt. Weitere Videos zeigen auch, wie Anrainer einen US-Piloten im Kofferraum ihres Autos in Sicherheit bringen. Bilder vom Absturzort zeigen auch einen Fallschirm am Boden, offenbar nach einer Notlandung des Piloten.
Der US-Nachrichtensender CNN lokalisierte Videos und berichtete, der Absturz habe sich wenige Kilometer vom US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem entfernt ereignet. Es handle sich um ein Kampfflugzeug des Typs F-15 oder F/A-18. Allerdings hätten auch Kuwaits Streitkräfte solche Flugzeuge im Einsatz.
Das US-Militär, das in dem kleinen Staat am Persischen Golf rund 13.500 Truppen stationiert hat, äußerte sich zunächst nicht. Unklar war auch, ob es sich um einen Unfall, einen Abschuss etwa durch eine iranische Rakete oder um versehentlichen Beschuss durch eigene Truppen handelte.
Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos bisher drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden. Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen unter anderem US-Militärstützpunkte in der Golfregion ins Visier genommen. Dabei gerät unter anderem Kuwait, ein regionaler Nachbar des Irans, unter Beschuss.





