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Unter den drei getöteten Medienvertretern befand sich ein freier Mitarbeiter der französischen Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP). Er habe seit 2024 mehrfach als Foto- und Videojournalist für AFP gearbeitet, hieß es seitens der Agentur. Zum Zeitpunkt des Angriffs sei er aber nicht im Auftrag der AFP unterwegs gewesen. Sein letzter Bericht in ihrem Auftrag sei am Montag veröffentlicht worden.
Die drei Männer seien am Mittwoch bei einem israelischen Luftangriff in der Region Al-Sahra südwestlich der Stadt Gaza getötet worden, erklärte der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz. Die israelische Armee teilte mit, sie habe auf drei Verdächtige gezielt, die "eine Drohne der Hamas" gesteuert hätten.
Der Armee-Erklärung zufolge identifizierten die israelischen Soldaten "mehrere Verdächtige, die eine mit der Hamas verbundene Drohne im Zentrum des Gazastreifens bedienten". Die Drohne habe eine Bedrohung für die Soldaten dargestellt. Die israelische Streitkräfte hätten daher die Verdächtigen, die sie aktiviert hätten, "präzise angegriffen". Die Details würden geprüft.
Ein Augenzeuge sagte AFP vor Ort, dass die drei Männer eine Drohne eingesetzt hätten, um eine von einer ägyptischen Organisation ausgeführte Verteilung humanitärer Hilfe zu filmen, als ein sie begleitendes Auto Ziel eines Luftangriffs geworden sei. Der Hamas-Zivilschutz sprach von einem israelischen Drohnenangriff auf "ein ziviles Fahrzeug"
Im Gazastreifen gilt seit Oktober eine Waffenruhe zwischen der Hamas und der israelischen Armee. Sie war zwei Jahre nach dem Überfall der islamistischen Palästinenserorganisation auf Israel am 7. Oktober 2023 in Kraft getreten.
Israel und die radikal-islamische Hamas geben sich gegenseitig die Schuld für zahlreiche Verstöße gegen die Waffenruhe vom Oktober, bei denen mehr als 460 Palästinenser und drei israelische Soldaten getötet wurden. Sie sind sich zudem uneins über die nächsten Schritte in dem 20-Punkte-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump. Einwohnern zufolge haben Israels Streitkräfte ihre Präsenz in den vergangenen Wochen schrittweise ausgebaut, was zu weiterer Vertreibung palästinensischer Familien geführt habe.






