von
Des Weiteren seien das Hauptquartier der "Inneren Sicherheit" in Isfahan, eine Polizeieinrichtung und andere Einrichtungen getroffen worden, die von den Revolutionsgarden und der paramilitärischen Basij-Miliz genutzt würden, teilte das israelische Militär weiter mit. Diese seien ein zentraler Bestandteil "der Unterdrückung der iranischen Bevölkerung".
Das geschah kurz nach der Ernennung von Mojtaba Khamenei zum Nachfolger seines Vaters als oberster Anführer des Iran. "Iran hat unter (...) Mojtaba Khamenei die erste Welle von Raketen auf die besetzten Gebiete abgefeuert", berichtete der staatliche Sender Irib am Montag auf Telegram. Der Sender veröffentlichte ein Foto eines Projektils, das die Aufschrift "Auf Ihren Befehl Sayyid Mojtaba" trug. Sayyid ist ein Ehrentitel im schiitischen Islam.
Am Montagmorgen und in der Nacht heulten in Israel erneut die Warnsirenen, darunter auch im Großraum Tel Aviv. Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurden bei den iranischen Raketenangriffen rund 20 Menschen verletzt. Einige davon seien gestürzt, als sie in Schutzräume rannten.
In Teheran sind kurz nach der Ernennung Khameneis offenbar gegen ihn gerichtete Sprechchöre zu hören gewesen. Das geht aus einem kurzen Video hervor, das am Sonntag in den sozialen Medien veröffentlicht wurde. In der Filmaufnahme, die nachts aus dem Fenster eines Gebäudes gefilmt wurde, sind weibliche Stimmen zu hören, die auf Persisch "Mojtaba soll sterben" rufen. Im Hintergrund sind religiöse Gesänge zu hören.
Ayatollah Ali Khamenei, der die Geschicke des Iran seit 1989 mit harter Hand geführt hatte, war Ende Februar bei Luftangriffen Israels und der USA in Teheran getötet worden. Bereits kurz nach der Tötung seines Vaters am 28. Februar wurde Mojtaba Khamenei als aussichtsreicher Anwärter auf das Amt gehandelt. Der iranische Expertenrat ernannte den 56-Jährigen am Sonntag offiziell zum neuen obersten Anführer. Mojtaba Khamenei gilt als ebenso konservativer Hardliner wie sein Vater.
Das Amt des geistlichen Oberhaupts ist die höchste politische und religiöse Autorität im Iran. Der oberste Anführer hat in allen Staatsangelegenheiten das letzte Wort.





