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Der Bürgermeister der Stadt Dnipro, Borys Filatow, verlängerte die Schulferien aufgrund der Situation um zwei Tage. In der Region Dnipropetrowsk waren dem Energieministerium zufolge zudem acht Bergwerke von Stromausfällen betroffen, die Arbeiter seien jedoch evakuiert worden. Die Reparatur der Wasserversorgung der Stadt Pawlohrad könne bis zu einem Tag dauern, sagte der Leiter des dortigen Regionalrats, Mykola Lukaschuk. Im Gebiet Saporischschja sei die Strom- und Heizungsversorgung nach Behördenangaben wiederhergestellt. Gouverneur Iwan Fedorow sprach vom ersten totalen Blackout in der gesamten Region seit Jahren.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die jüngsten russischen Bombardierungen. "Für solche Angriffe auf den Energiesektor und die Infrastruktur, die die Menschen im Winter ohne Strom und Heizung lassen, gibt es absolut keine militärische Logik", schrieb er auf der Online-Plattform X. Der diplomatische Prozess zur Beendigung des Krieges dürfe die Lieferung von Luftabwehrsystemen und Ausrüstung an die Ukraine nicht beeinträchtigen, fügte Selenskyj hinzu.
Neben den russischen Angriffen macht auch das Wetter der Energieversorgung der Ukraine zu schaffen. Dadurch seien Siedlungen in den Gebieten Tschernihiw, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien ganz oder teilweise ohne Strom, hieß es vom Energieministerium. Ein bevorstehender Kälteeinbruch in dieser Woche dürfte die Störungen bei der Strom- und Wärmeversorgung noch verschärfen, hatte Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko bereits am späten Dienstagabend gewarnt.
Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Russland zielt dabei immer wieder auf die Energieinfrastruktur des Nachbarlandes. Kiew drängt bei seinen internationalen Partnern fortwährend auf die Lieferung weiterer Flugabwehrsysteme.






