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US-Präsident Donald Trump hatte einen Abzug vor einigen Tagen angedroht. Zuvor hatte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz die USA kritisiert und erklärt, die Iraner würden die USA in den Verhandlungen zur Beendigung des seit zwei Monaten andauernden Krieges demütigen.
Allerdings hatte sich auch schon in den Wochen davor das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen den USA und den meisten anderen NATO-Verbündeten weiter eingetrübt. Trump hat westlichen Ländern vorgeworfen, die USA nicht bei ihrem Krieg gegen den Iran unterstützt zu haben. Diese hatten erklärt, sie seien von Beginn des Krieges nicht konsultiert worden und es gelte auch nicht die Beistandsverpflichtung der NATO-Länder, da die USA und Israel den Iran angegriffen hätten. Trump hatte zuletzt auch gesagt, ein Abzug von US-Soldaten aus Italien und Spanien sei denkbar.
Nach Daten des US-Verteidigungsministeriums waren im Dezember 2025 rund 68.000 US-Soldaten dauerhaft auf europäischen Stützpunkten stationiert. Mehr als die Hälfte davon, etwa 36.400, befanden sich in Deutschland. Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit als US-Präsident mehrfach mit einem Abzug von US-Soldaten aus Deutschland gedroht.
Ein hochrangiger Beamter aus dem US-Verteidigungsministerium sagte am Freitagabend, der Abzug aus Deutschland werde die Zahl der US-Truppen in Europa wieder auf das Niveau von vor 2022 zurückführen, bevor Russlands Invasion in der Ukraine eine US-Truppenaufstockung durch den damaligen Präsidenten Joe Biden zur Folge hatte. Ein derzeit in Deutschland stationiertes Brigade-Kampfteam werde aus Deutschland abgezogen, und ein Fernfeuerbataillon, dessen Entsendung nach Deutschland die Biden-Regierung für 2026 geplant habe, werde nun nicht mehr entsandt.




