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Der fünfjährige Liam Conejo Ramos war nach Angaben seiner Vorschule am Dienstag mit seinem ecuadorianischen Vater bei der Rückkehr nach Hause von ICE-Mitarbeitern in Gewahrsam genommen worden. Die Beamten hätten das Kind dann als "Köder" genutzt, um an die Tür seines Hauses zu klopfen und weitere Familienmitglieder herauszulocken, sagte Schulleiterin Zena Stenvik. Bei der Familie soll es sich um Asylbewerber handeln.
Die frühere Vizepräsidentin und Präsidentschaftskandidatin Harris schrieb im Onlinedienst X, sie sei "empört". Liam "sollte zu Hause bei seiner Familie sein und nicht von ICE als Köder benutzt und in einem texanischen Abschiebezentrum festgehalten werden".
US-Medien zufolge befinden sich der Bub und sein Vater in einer Einrichtung im texanischen San Antonio, ihnen droht laut ICE die Abschiebung. Clinton warf der Einwanderungsbehörde vor, die Bevölkerung im von den Demokraten regierten US-Staat Minnesota zu "terrorisieren".
In der Stadt Minneapolis in Minnesota sind seit Wochen Tausende von ICE-Mitarbeitern im Einsatz. Sie sollen die von US-Präsident Donald Trump angeordneten Massenabschiebungen umsetzen. Minneapolis zählt zu den Sanctuary Cities (Schutzstädten), die Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung Schutz gewähren und nur begrenzt mit den Einwanderungsbehörden der Bundesregierung zusammenarbeiten.
Aus Protest wollten am Freitag Hunderte Geschäfte in Minneapolis schließen. Bürgergruppen wollten zudem an die dreifache Mutter Renee Nicole Good erinnern, die ein ICE-Beamter am 7. Jänner in Minneapolis in ihrem Auto mit mehreren Schüssen getötet hatte. Daraufhin hatten sich die Proteste gegen das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ausgeweitet.
US-Vizepräsident JD Vance besuchte die Stadt am Donnerstag, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Zum Fall des festgenommenen Buben sagte Vance, er habe zunächst selbst gedacht "Oh mein Gott, das ist furchtbar. Wie konnten wir einen Fünfjährigen festnehmen?".
Er habe seine Meinung aber geändert, als er mehr über den ICE-Einsatz erfahren habe, sagte der Vizepräsident weiter. Der Vater des Kindes sei vor den Beamten geflohen, betonte Vance. "Was sollen sie tun? Sollen sie ein Fünfjähriges Kind erfrieren lassen?" fügte er hinzu. Ein in US-Medien verbreitetes Foto von Liam Conejo Ramos zeigt den Burschen nach dem Einsatz im Schnee vor einem Wagen, er trägt eine blaue Mütze mit Hasenohren auf dem Kopf, sein Vater ist nirgends zu sehen.
Nach einer Protestaktion gegen die Einwanderungspolizei in einer Kirche in Minnesota wurden überdies drei Aktivisten festgenommen. US-Justizministerin Pam Bondi warf ihnen einen "Angriff" auf die Kirche vor. Die Demonstrierenden hatten einen Gottesdienst in einer Kirche in St. Paul, der Hauptstadt von Minnesota, gestört, in der sie den Vizeleiter des örtlichen ICE-Büros vermuteten. Videos der Protestaktion zeigen, wie Demonstranten in der Kirche "ICE raus!" rufen.
This photo obtained on January 23, 2026, courtesy of Columbia Heights Public Schools, shows an ICE agent holding onto the backpack of a five-year-old student at Valley View Elementary, Liam Conejo Ramos, as he is being detained on January 20, 2026 in Minneapolis, Minnesota. Outrage grew on January 23 at the detention of a five-year-old boy in a massive immigration crackdown in Minneapolis, as US Vice President JD Vance defended federal agents' actions..Thousands of Immigration and Customs Enforcement (ICE) agents have been deployed to the Democratic-led city, as the administration of President Donald Trump presses its campaign to deport what it says are millions of illegal immigrants across the country. (Photo by Handout / Columbia Heights Public Schools / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / COLUMBIA HEIGHTS PUBLIC SCHOOLS/HANDOUT" - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS






