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Die US-Soldaten seien keine Kampftruppen, sondern ausschließlich Ausbilder und Berater, betonte der Direktor für Verteidigungsinformationen, Brigadegeneral Samaila Uba. Ziel sei, "Nigerias Fähigkeit zur Abwehr terroristischer Bedrohungen zu stärken und den Schutz gefährdeter Gemeinschaften im ganzen Land zu verbessern", so Uba. Nigerias Armee behalte demnach die vollständige Befehlsgewalt. Die Regierung von Präsident Bola Tinubu, einem Muslim, habe die US-Regierung nach bilateralen Gesprächen um Hilfe gebeten, hieß es in der Mitteilung des Militärs.
Der Einsatz folgt auf einen von den USA und Nigeria koordinierten Luftangriff gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nordwesten des afrikanischen Landes im Dezember. Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hätten die IS-Kämpfer in Nigeria Christen ermordet. Das nigerianische Außenministerium betonte jedoch, im Fokus des Luftangriffs sei der Anti-Terror-Kampf gestanden, nicht Religion.
Konflikte und Gewalt verlaufen in Nigeria, dessen rund 230 Millionen Einwohner etwa jeweils zur Hälfte Christen oder Muslime sind, tatsächlich oft entlang religiöser Trennlinien – diese werden von Experten aber nicht immer als Konfliktursache angesehen. Auch kriminelle Banden stecken oft hinter gewaltsamen Angriffen und Entführungen.
Zwar ist Nigeria eine der größten Volkswirtschaften des Kontinents mit einer der größten Armeen – aber das Land ist von Korruption zerfressen, Soldaten sind schlecht bezahlt und ausgerüstet, die Polizei existiert in der Fläche kaum. Krisen in jeder Ecke des bevölkerungsreichsten Staats Afrikas überdehnen die Kräfte. Nigerias Regierung schien bisher machtlos gegenüber der Bedrohung.






