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Hella setzt auf Lamellendach und Photovoltaik: Familienunternehmen investiert in Osttirol und Deutschland

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Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der HELLA Gruppe

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Neue Sonnenschutzlösung für Garten und Terrasse soll 2026 kommen, parallel baut Hella Kapazitäten in Werne aus und rüstet Standorte in Abfaltersbach und Geislingen für mehr Energieeffizienz nach.

Der österreichische Sonnenschutzspezialist Hella stellt die Weichen auf Wachstum im Segment Outdoor Living. Das Osttiroler Familienunternehmen will 2026 eine neue Version seines Lamellendachs auf den Markt bringen und investiert zugleich in Produktion, Logistik und Energieinfrastruktur an drei Standorten in Österreich und Deutschland.

Fokus auf Outdoor Living und modulare Systeme

Im Zentrum steht eine neue, modulare Lösung für Garten und Terrasse. Das Lamellendach kann nach Unternehmensangaben mit Glaselementen ergänzt werden und soll so Außenbereiche vor Sonne, Wind und Regen schützen. Optional sind Photovoltaik-Elemente auf den Lamellen vorgesehen. Die Konstruktion soll sowohl an unterschiedliche Wandanschlüsse passen als auch freistehend montiert werden. Ein Produktlaunch ist in wenigen Wochen in Stuttgart angekündigt.

CEO und geschäftsführender Gesellschafter Andreas Kraler verbindet die Produktentwicklung mit einer langfristigen Ausrichtung: künftige Lösungen müssten effektiv, individuell anpassbar und nachhaltiger werden, so die Einschätzung des Unternehmens.

Ausbau in Werne: mehr Fläche, kürzere Lieferzeiten

Um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, erweitert Hella den Standort Werne in Deutschland 2026. Die Produktions und Logistikflächen sollen um knapp 35 Prozent wachsen, rund eine Million Euro fließen in den bestehenden Standort. Damit will Hella die Fertigung des neuen Lamellendachs absichern und zugleich mehr textile Fassadenprodukte produzieren. Das Ziel: Durchlauf und Lieferzeiten verkürzen, wenn die Nachfrage anzieht.

Energie als Strategie: Abfaltersbach als Referenz, Geislingen mit PV Ausbau

Parallel betont Hella den Nachhaltigkeitskurs. Die Konzernzentrale in Abfaltersbach in Osttirol produziere bereits heute mehr Energie, als sie verbrauche. Um den Hauptstandort energieautark zu halten, seien 2026 weitere Investitionen in die Energieinfrastruktur geplant.

Auch der deutsche Standort Geislingen soll nachgerüstet werden: Rund 1,5 Millionen Euro sind für eine Dachsanierung inklusive Photovoltaik Anlage vorgesehen. Künftig soll der Standort damit mehr als ein Drittel seines Energiebedarfs selbst decken. Das Energiekonzept, das in Abfaltersbach unter dem Leitgedanken „Energie sparen, erzeugen und speichern“ entwickelt wurde, will Hella schrittweise auf weitere Standorte übertragen.

Branche hofft auf Trendwende im Bau, Hella bleibt optimistisch

Hella verweist auf eine erwartete Belebung in der Baubranche ab 2026 und sieht besonders im Outdoor Living Bereich Rückenwind. Als Treiber nennt das Unternehmen den Wunsch nach privaten Erholungsräumen sowie ein wachsendes Umweltbewusstsein, das langlebige und flexible Sonnenschutzlösungen attraktiver mache, vor allem in Kombination mit Photovoltaik.

„Die letzten Jahre waren für die Baubranche und ihre Zulieferer von großen Herausforderungen geprägt“, sagt Kraler. Für Hella sei es nun umso wichtiger, weiter zu investieren, um Chancen in einem sich erholenden Markt zu nutzen.

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