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"Zurück in die Zukunft" als Musical nun auch auf Deutsch

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Marty McFly und Doc Brown im Musical "Zurück in die Zukunft"
©APA, dpa, Georg Wendt
Vor über 40 Jahren reisten Marty McFly und Doc Brown erstmals mit ihrem DeLorean durch die Zeit und begeisterten Millionen Kinozuschauer. Zwei Fortsetzungen folgten. Heute ist "Zurück in die Zukunft" Kult. Statt weiterer Kinofilme wurde die Geschichte in den letzten Jahren als Musical im Londoner West End und am Broadway in New York sowie in Tokio und Sydney aufgeführt. Jetzt ist die Zeitmaschine in Hamburg gelandet, am Sonntag Premiere.

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Der Amerikaner Bob Gale hat "Back to the Future" (Originaltitel) auf die Bühne gebracht. Der 74-Jährige ist einer der Schöpfer des "Zurück in die Zukunft"-Franchise. Zusammen mit Regisseur Robert Zemeckis schrieb er die Drehbücher und produzierte die Filme.

"Vor 45 Jahren haben Bob Zemeckis und ich uns abgemüht, das Skript zu schreiben", sagte Gale der Deutschen Presse-Agentur in London. Dass daraus einer der größten Filmhits und ein weltweit aufgeführtes Musical wurden, überrascht ihn selbst. "Wenn der Bob Gale von heute in der Zeit zurückgereist wäre, um uns das vorherzusagen, hätte ich die Security gerufen: "Schmeißt den alten, betrunkenen Mann raus."

Die Idee zum Musical hatte Zemeckis' Ehefrau Leslie. "Wenn jemand mit einem Vorschlag zu mir kommt, etwas Größeres mit 'Zurück in die Zukunft' zu machen, sage ich normalerweise automatisch nein", berichtet Gale, der den Ruf nach weiteren Filmfortsetzungen seit Jahrzehnten ablehnt. Doch die Idee gefiel ihm, zumal Zemeckis und er als Autoren die alleinige kreative Entscheidungsfreiheit hatten.

Neben vielen neuen Songs aus der Feder von Hollywood-Komponist Alan Silvestri und Songwriter Glenn Ballard sorgen bereits bekannte Stücke wie "The Power of Love" - ursprünglich von Huey Lewis & the News - und Silvestris ikonische Titelmelodie für ein vertrautes Gefühl und viel Nostalgie. Das Musical erzählt die Geschichte des ersten Films, in dem Marty McFly im Jahr 1955 landet.

Doch was auf der Bühne passiert, ist nicht identisch mit dem Kinohit. "Wir wussten, dass wir keine Skateboard-Verfolgungsjagd machen können", sagte Gale. "Wir haben auch keine Terroristen, weil wir keine Schüsse auf der Bühne haben wollten. Eine Autoverfolgungsjagd wäre auch keine gute Idee gewesen. Also haben wir uns überlegt, was wir stattdessen in der Show zeigen, und das funktioniert auf dramatischer Ebene perfekt."

Eins darf natürlich auf der Bühne nicht fehlen: der berühmte DeLorean DMC-12. Der Sportwagen mit den Flügeltüren, der mit einem Flux-Kompensator zur Zeitmaschine umgebaut wurde, sorgt für einen der spektakulärsten Momente.

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