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US-Wettersatelliten: Rechnungshof warnt nach Kürzungen vor einer Datenlücke

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Ein Hurrikan über dem Meer, aufgenommen aus dem Weltall
Foto:©NASA

Die USA haben ihr nächstes Wettersatelliten-Programm deutlich verkleinert. Statt sechs Satelliten mit fünf Instrumenten sind nur noch vier mit zwei Instrumenten geplant. Der Rechnungshof des Kongresses warnt vor einer möglichen Lücke bei den Wetterdaten ab 2032.

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Vier statt sechs Satelliten

Die nächste Generation der US-Wettersatelliten fällt deutlich kleiner aus als geplant. Das Programm GeoXO der Wetter- und Ozeanbehörde NOAA sollte ursprünglich sechs geostationäre Satelliten umfassen und rund 19,6 Milliarden US-Dollar kosten. Nach einer Neuausrichtung, die das US-Handelsministerium im August 2025 angeordnet und im April 2026 genehmigt hat, sind nur noch vier Satelliten mit zwei statt fünf Instrumenten vorgesehen. Die Lebenszykluskosten sollen auf rund 13 Milliarden Dollar sinken.

Der Rechnungshof des US-Kongresses, das Government Accountability Office (GAO), hat das Programm geprüft und seinen Bericht am 16. Oktober veröffentlicht. Er kommt zu einem deutlichen Befund: Es sei unklar, ob GeoXO die Funktionen der aktuellen Satellitengeneration verbessern oder auch nur fortführen werde.

Welche Instrumente wegfallen

Laut einer Analyse des Forschungsdienstes des US-Kongresses bleiben ein Bildgerät im sichtbaren und infraroten Bereich sowie ein Infrarot-Sounder, der Temperatur und Feuchte in verschiedenen Höhen der Atmosphäre misst. Gestrichen wurden ein Instrument zur Messung der Luftzusammensetzung, mit dem etwa Luftqualität und Rauch von Waldbränden stündlich verfolgt werden sollten, ein Instrument zur Beobachtung der Ozeanfarbe und damit etwa von Algenblüten sowie eine neue Version des Blitzkartierers.

Die Regierung begründet den Schritt mit Kosten und einer Konzentration auf die Kernaufgabe Wetter. Ziel ist, die jährlichen Ausgaben unter 500 Millionen Dollar zu halten. Kritikerinnen und Kritiker im Kongress bemängeln, dass die zuständigen Ausschüsse vor der Kündigung der Verträge nicht informiert worden seien.

Risiko einer Lücke ab 2032

Der erste GeoXO-Satellit soll 2032 starten, weitere sind für 2034, 2039 und 2043 geplant. Die NOAA verlangt, dass stets zwei Satelliten im Betrieb sind und ein dritter als Reserve bereitsteht. Der aktuelle Reservesatellit erreicht laut GAO aber voraussichtlich im Oktober 2032 das Ende seiner Lebensdauer, einige Monate bevor der erste GeoXO-Satellit voll einsatzbereit ist.

Fällt in diesem Zeitraum einer der beiden aktiven Satelliten aus, hätten die USA keine lückenlose geostationäre Beobachtung mehr. Diese Satelliten liefern unter anderem die laufenden Bilder, mit denen Hurrikans, Tornados und Unwetter verfolgt werden.

Was der Rechnungshof empfiehlt

Das GAO kritisiert zudem, dass die NOAA für die neuen Kosten noch keine unabhängige Schätzung erstellt hat. Ob 13 Milliarden Dollar realistisch sind, sei deshalb offen. Für drei neue Instrumente hätten NOAA und NASA zudem nicht dokumentiert, wie ausgereift die Schlüsseltechnologien sind, was das Risiko von Verzögerungen und Mehrkosten erhöhe.

Der Rechnungshof empfiehlt eine bessere Dokumentation der Kosten, Notfallpläne für den Ausfall eines Satelliten und Berichte zur technischen Reife jedes Instruments. Die NOAA hat allen drei Empfehlungen zugestimmt. Der frühere Leiter der Satellitenabteilung der NOAA, Steve Volz, warnte, die USA könnten bei der Wettervorhersage hinter Europa, Japan und China zurückfallen.

Quellen: GAO, Geostationary Weather Satellites (GAO-26-107739), Congressional Research Service, NOAA's GeoXO Satellite Program and Issues for Congress (R49026)

Weitere Quelle: CNN, Business Today

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