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Ins Tonstudio wurde eine illustre Mischung aus Künstlerinnen und Künstlern mehrerer Generationen geladen. Ob Filmmusik-Ikone Hans Zimmer, Punkrockerin Deine Cousine, Sängerin Lara Hulo oder Reggae-Sänger Gentleman – die Interpreten könnten kaum verschiedener sein. Genau das macht "We love Udo" so besonders. Es ist aber nicht das erste Lindenberg-Tribut: 1994 war "Hut ab!: Hommage an Udo Lindenberg" erschienen. Damals wirkten u.a. Nena, Nina Hagen, Rio Reiser und Wolfgang Ambros mit, 2024 wurde es limitiert auf Vinyl neu aufgelegt.
Seit mehr als 60 Jahren macht der Panikrocker Musik. Sein erstes Album – damals noch auf Englisch – erschien 1971, es folgten 40 Studioalben. "We love Udo" lässt diese Karriere Revue passieren. Es vereint die wichtigen Klassiker mit Songs, die heute nicht (mehr) so bekannt sind.
Hans Zimmer nahm "Komet" auseinander, ergänzte das große Orchester und noch ein bisschen Drama. Rapperin Céline schrieb "Plan B" kurzerhand an vielen Stellen um und erzählt die Geschichte stattdessen aus einer weiblichen Perspektive. Soul- und Funkexperte Jan Delay bringt noch mehr Groove in "Er wollte nach London".
Der Hamburger Sänger Max Giesinger wagte sich an "Ich lieb' dich überhaupt nicht mehr" und gibt dem Song ein bisschen mehr Geschwindigkeit und den typischen Giesinger-Gitarren-Rock-Anstrich. Die raue Stimme von Indie-Popsängerin Alli Neumann ist mit "Ein Herz kann man nicht reparieren" zu hören - deutlich krawalliger.
Tokio Hotel wagt sich an ein wichtiges Udo-Lied aus dem Jahr 1976: "Na und?!". Darin geht es um Liebe und dass es wahrlich egal ist, ob Mann oder Frau. Ina Müller zaubert eine Chanson-Saxofon-Version von "Bis ans Ende der Welt" auf die Platte. Swiss und die Andern geben "Mein Ding" einen wilden Ska-Rock-Anstrich.
The BossHoss holt die "Reeperbahn" kurzerhand in den Wilden Westen. Der typisch-gelassene Gentleman-Groove ist nun im Song "Eldorado" zu finden.Elif greift ins hohe Regal und schmettert eine melodramatische Version von "Cello". Eine gemütliche Version von "Wenn du durchhängst" hat Johannes Oerding aufgenommen.
Die eindrucksvolle, tiefe Stimme von Lara Hulo passt zu "Was hat die Zeit mit uns gemacht". Den wohl wichtigsten Udo-Lindenberg-Song "Wozu sind Kriege da?" haben sich Peter Maffay und Anouk vorgenommen. Coolen Sprechrap bringt Thomas D groovend in den "Sonderzug nach Pankow". Zoe Wees coverte einen der wenigen englischen Udo-Songs: "Good Life City".
Sehr viel Power bringen Sammy Amara (Broilers) und Deine Cousine in den Klassiker "Horizont". Das Lied "Niemals dran gezweifelt" hat Schmeichelstimme Michael Schulte für sein Cover ausgewählt. Rausschmeißer auf dem Tribute-Album ist die starke englisch-deutsche Violinen-Version des Liedes "Durch die schweren Zeiten" von Stefanie Heinzmann und Takeover Ensemble.
Jeder Act brachte seine ganz persönliche Note in die Lindenberg-Lieder. Max Giesinger fasste das so zusammen: "Wir haben die Udo-Lindenberg-Version und meine Version auf eine so natürliche Art und Weise zusammengebracht, dass die Leute auch denken könnten, dass der Song ursprünglich von mir kommt. Nur, dass ich endlich mal gute Texte hab'", scherzte der Hamburger Sänger. Bill Kaulitz von Tokio Hotel ergänzte: "Es ist insgesamt eine Herausforderung, weil eigentlich das Original immer das Geilste ist."






