von
Dafür zunächst etwas Zucker-Theorie: Anders als Traubenzucker (Glukose) wird Fruktose unter anderem auch in den Nieren verstoffwechselt.
Aus gleich mehreren Gründen ächzt das Organ, wenn wir über längere Zeit viel davon zu uns nehmen:
- Beim Abbau von Fruchtzucker bildet der Körper vermehrt Harnsäure. Ist dieser Spiegel dauerhaft erhöht, können sich Harnsäurekristalle im Nierengewebe ablagern. Das kann zu Nierenschäden, Nierensteinen und -entzündungen führen.
- Ein hoher Fruktosekonsum fördert die Bildung von Fett und Entzündungen im Körper, wodurch die kleinen Blutgefäße der Nieren Schaden nehmen können.
- Dazu kommen indirekte Effekte: Viel Fruktose fördert Insulinresistenz, Bluthochdruck und Fettleber - alles Erkrankungen, die die Nierenfunktion nochmals verschlechtern.
Wer gerne mal Apfelspalten oder Heidelbeeren snackt, muss sich das nicht verkneifen. "Problematisch ist nicht Fruktose aus frischem Obst, sondern vor allem der zugesetzte Fruchtzucker in industriell hergestellten Lebensmitteln", so die Nephrologin Sylvia Stracke.
Fruktose ist beispielsweise in Softdrinks, Energydrinks, Sportgetränken, Eistees und aromatisierten Wässern zu finden. Auch Fruchtjoghurt, Müsliriegel, Frühstückscerealien und Desserts liefern mitunter viel davon, ebenso Fertigsoßen, Dressings und Backwaren.
Auf der Zutatenliste hält man am besten Ausschau nach Bezeichnungen wie "Fruktose-Glukose-Sirup" oder "Maissirup" - und vermeidet entsprechende Produkte möglichst. Die Nieren-Experten raten außerdem dazu, Normalgewicht anzustreben und Adipositas, Bluthochdruck und Diabetes konsequent zu behandeln.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Anna Hirte






