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Silent Inflammation oder Chronische Entzündung – der stille Brand in unserem Körper

In Kooperation mit Biogena
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Aktualisiert
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©GettyImages/Marco Bottigelli

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Österreich weiterhin Todesursache Nummer eins. Laut aktueller Statistik entfallen rund 34 Prozent aller Todesfälle auf Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems – also mehr als jeder dritte Todesfall.

Steckbrief

Albert Schmidbauer

Gründer von BIOGENA, Gesundheitsunternehmer

Ein zentraler, oft unterschätzter Treiber dahinter ist chronische, niedriggradige Entzündung. Sie verursacht keine Schmerzen. Kein Fieber. Kein akutes Warnsignal. Und genau deshalb bleibt sie lange unentdeckt.

Messbar wird dieser Prozess über das hochsensitive C-reaktive Protein, kurz hs-CRP.
Werte unter 1 mg/L gelten als niedriges Risiko,
zwischen 1–3 mg/L als moderates Risiko,
über 3 mg/L als deutlich erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko.

Die große JUPITER-Studie zeigte, dass ein erhöhtes hs-CRP auch bei normalen Cholesterinwerten mit einem höheren Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden sein kann.“Entzündung spielt also als Risikofaktor eine entscheidende Rolle - auch unabhängig vom Cholesterin.

Ein weiterer wichtiger Marker ist der Omega-3-Index – der Anteil der Fettsäuren EPA und DHA im Blut.
Unter 4 Prozent gilt als ungünstig,
über 8 Prozent als Zielbereich, assoziiert mit geringerem kardiovaskulärem Risiko.

In der Biogena Good Health Study mit 1.377 Österreicherinnen und Österreichern zeigten sich klare Zahlen:

  • 37 Prozent lagen beim CRP über 1 mg/L.

  • 15 Prozent sogar über 3 mg/L.

  • Über 87 Prozent hatten einen Omega-3-Index unter 8 Prozent – deutlich unter dem Zielbereich.

Ein höherer Omega-3-Index kann mit niedrigeren CRP-Entzündungswerten und einem günstigeren Profil für Herz und Kreislauf zusammenhängen. Doch Entzündung entsteht nicht nur im Labor – sie entsteht im Alltag.

Stark verarbeitete Lebensmittel, hohe Zuckerzufuhr, Transfette und chronischer Insulinüberschuss fördern entzündliche Prozesse. Auch viszerales Bauchfett wirkt wie ein hormonell aktives Organ und produziert entzündungsfördernde Botenstoffe. Ein Taillenumfang von über 102 cm bei Männern bzw. 88 cm bei Frauen gilt als Hinweis auf ein erhöhtes metabolisches Risiko.

Umgekehrt zeigen große Studien, dass eine mediterrane Ernährungsweise – reich an Gemüse, Ballaststoffen, Olivenöl, Nüssen und fettem Fisch – Entzündungsmarker senken und kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren kann. Bewegung wirkt ebenfalls günstig auf Entzündungsmarker: Bereits 150 Minuten pro Woche zeigen messbare Effekte. Eine Gewichtsreduktion von 5–10 Prozent des Körpergewichts senkt hs-CRP signifikant.

Chronische Entzündung ist kein Schicksal.
Sie ist messbar – und beeinflussbar.

Österreich kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.
Aber nur, wenn wir den stillen Brand ernst nehmen, bevor er zum Notfall wird.

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