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Jetzt gilt es, die Haare und Kopfhaut des eigenen Kindes gründlich zu untersuchen. Denn damit sich die kleinen Blutsauger nicht vermehren und weiterverbreiten, sollte man sie frühzeitig erkennen und behandeln. Nicht immer machen sie sich durch den typischen Juckreiz bemerkbar. Doch wie genau sollte man bei der Untersuchung vorgehen?
Eine reine Sichtkontrolle, also den Haarschopf durchzusehen, reicht meist nicht aus, informieren Expertinnen und Experten. Denn dabei könne man Läuse leicht übersehen.
Stattdessen empfiehlt sich das Haar systematisch durchzukämmen:
Je mehr Läuse auf dem Kopf leben, desto leichter ist ein Befall natürlich erkennbar. Das Robert Koch-Institut (RKI) rät daher, sich bei der Untersuchung Zeit zu lassen, damit man auch einzelne Tiere erkennt. Zur Sicherheit kann man die Untersuchung auch einige Tage lang wiederholen.
Ausgewachsene Läuse sind bis zu drei Millimeter groß und mit bloßem Auge erkennbar. Sie sind grau oder, wenn sie gerade Blut gesaugt haben, rötlich. Jungläuse, sogenannte Nymphen, sind kleiner.
Noch kleiner, nämlich nur rund 0,8 Millimeter groß, sind Läuseeier. Sie sind tropfenförmig, gelblich bis bräunlich, kleben nahe der Kopfhaut fest im Haar und lassen sich selbst mit dem Läusekamm nicht immer erfassen. Die Kopfhaut, gerade in der Schläfen- und Nackengegend und hinter den Ohren, sollte man daher gründlich absuchen.
Schimmern Läuseeier weißlich und befinden sich weiter als einen Zentimeter von der Kopfhaut entfernt, handelt es sich um leere Eihüllen, sogenannte Nissen. Sie deuten auf einen früheren Kopflausbefall hin, sind für sich genommen aber nicht mehr ansteckend.
Finden Sie auf dem Kopf Ihres Kindes tatsächlich Läuse, sollten Sie den Befall umgehend behandeln. Dazu trägt man ein Läusemittel einmal und nach 8 bis 10 Tagen ein zweites Mal auf.
Das RKI empfiehlt, zwischen den Behandlungen und auch noch etwa zwei Wochen nach der zweiten Behandlung alle paar Tage die Haare nach dem beschriebenen Schema durchzukämmen, um sicherzugehen, dass die Behandlung erfolgreich ist. Zwischen den beiden Behandlungen kann es sein, dass man noch Nymphen oder Eier findet. Das ist nicht weiter schlimm - solange man die zweite Behandlung nicht vergisst.
BERLIN - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 1.3.2018) - FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Britta Pedersen/Britta Pedersen






