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Entgiften? Warum es keine Detox-Produkte braucht

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Viel Gemüse, Wasser und Bewegung fördern die natürliche Entgiftung
©APA, dpa, gms, Christin Klose
Der Modebegriff Detox, der für Entgiftung steht, begegnet uns schließlich häufig in der Werbung. Das Versprechen hinter Produkten, die mit diesem oder ähnlichen Schlagwörtern werben: Schädliche Ablagerungen werden mithilfe der Inhaltsstoffe aus dem Körper geschwemmt, wir werden gesünder, wacher, agiler. Doch Verbraucherschützer warnen: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass solche Produkte das halten, was sie versprechen. Sie seien vor allem teuer und unnötig.

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Denn: Ansammlungen von Giftstoffen, sogenannte Schlacken, ließen sich in Körpern gesunder Menschen gar nicht nachweisen, so die Verbraucherschützer. Wenn Leber und Niere gesund arbeiten, würden kaum schädliche Stoffe zurückbleiben.

Eine Wirkung haben viele Inhaltsstoffe solcher Produkte aber doch - sie fördern die Entwässerung. Wenn man es damit übertreibt, können auch wichtige Mineralien ausgeschieden werden und der Elektrolythaushalt durcheinander kommen. Außerdem kann sich das negativ auf die Wirkung von Medikamenten auswirken.

Typische Inhaltsstoffe der Produkte, die es als Pulver, in Tablettenform oder als Säfte gibt, sind etwa Heilerde, Brennnessel, Grüner Tee oder sogenannte Superfoods wie Açai- oder Gojibeere. Da es keinen wissenschaftlichen Nachweis für einen reinigenden Effekt oder eine direkte Auswirkung auf das Gewicht gibt, darf der Begriff "Detox" nicht im Produktnamen verwendet werden. Die Verbraucherschützer weisen allerdings darauf hin, dass die Hersteller hier kreativ sind und auf alternative Schreibweisen zurückgreifen - dann sei zum Beispiel von "minus Tox" oder "freetox" die Rede.

Insbesondere bei Tees, Säften und Smoothies seien zwar meist keine negativen gesundheitlichen Folgen zu erwarten, wer sich aber dauerhaft einseitig ernähre, riskiere eine Mangelversorgung mit Nährstoffen. Wer trotz der wissenschaftlich fraglichen Wirkung dauerhaft zu Produkten mit dem Detox-Versprechen greifen will, sollte das demnach zumindest vorher ärztlich abklären lassen, so der Rat.

Einfacher - und günstiger - sei es, einfach von vornherein auf potenziell schädliche Lebensmittel zu verzichten. Die Verbraucherschützer haben dafür ein paar Tipps zusammengetragen. Eine Auswahl:

Die Klassiker:

Hätten Sie es gewusst?

Und dann gilt natürlich wie immer: viel Trinken und ausreichend Bewegung im Alltag fördern die allgemeine Gesundheit.

WITTENBERGE - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose

HAMBURG - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Christin Klose/Christin Klose

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